SGB-Kongress:Gerechte Löhne, soziale Sicherheit und Service Public als Themen

Ein Positionspapier zum Thema Arbeit verlangt Vollbeschäftigung und Mindestlöhne. Temporärarbeit soll bekämpft und es sollen mehr Lehrstellen geschaffen werden, wie der SGB am Montag mitteilte. Weiter will sich der SGB für Höchstarbeitszeiten, planbare Arbeitszeiten und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einsetzen.


Recht auf Kindheit ohne Armut
Das Programm «Soziale Sicherheit» fordert ein Recht auf eine Kindheit ohne Armut und ebenso ein Recht auf ein gesichertes Leben im Alter. Erreichen will der SGB dies etwa mit besseren Familienzulagen, Steuerreformen zu Gunsten von tiefen Einkommen, existenzsichernden Renten und einem Recht auf Bildung.


Am Gemeinwohl orientierte Service-public-Politik
Das dritte Papier verlangt eine am Gemeinwohl orientierte Service-public-Politik. Via ihre Infrastruktur- und Eignerpolitik soll die öffentliche Hand Wirtschaft und Wachstum mitbestimmen. Die Entstaatlichung öffentlicher Dienste habe sich fast überall als ineffizient und sozial ungerecht erwiesen, schrieb der SGB dazu.


Thema Migration und Streikrecht
Am ordentlichen SGB-Kongress in Bern werden rund 200 stimmberechtigte Delegierte und ebensoviele Gäste erwartet. Neben der Verabschiedung der Positionspapiere, die der Gewerkschaftsbund als mittelfristige Programme sieht, stehen Diskussionen zum Thema Migration und Streikrecht auf dem Programm.


Doris Leuthard als Rednerin
Als Rednerinnen und Redner werden Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard und Frank Bsirske als Vorsitzender der deutschen Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi erwartet. Ausserdem wird der SGB- Kulturpreis verliehen. (awp/mc/ab)

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