Stadt Zürich hat nichts an Attraktivität eingebüsst

Als positive Aspekte wurden der öffentliche Verkehr, die Lage am See und das kulturelle Angebot genannt, wie es am Mittwoch an einer Medienkonferenz hiess.


Verkehr als grösstes Problem der Stadt
Wie in den Vorjahren wird der Verkehr von den meisten Befragten als grösstes Problem der Stadt bezeichnet (45%). Deutlich häufiger als Problem genannt als bei der Befragung von 2007 wurden der Wohnungsmangel (18%, plus 11%) und die Baustellen (11%, plus 4%). An Bedeutung verloren haben dagegen Ausländerfragen (15%, minus 5%), Kriminalität (15%, minus 6%), Abfall/Schmierereien (8%, minus 4%) und Drogen (7%, minus 1%).


Ausgang und Kultur hoch im Kurs
Sehr zufrieden sind die Zürcherinnen und Zürcher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Note 5,5 auf der 6er-Skala), den Möglichkeiten zum Ausgehen (5,3) und dem Kulturangebot (5,2). Leicht gesunken ist die Zufriedenheit mit dem Kinderbetreuungsangebot (4,0), etwas stärker beim Wohnungsangebot (3,2).


1/4 fährt regelmässig Auto
Bei der Verkehrsmittelnutzung dominiert klar der öffentliche Verkehr. 75% der Befragten gaben an, Tram, Bahn oder Bus mindestens zweimal in der Woche zu nutzen. Das Auto nutzt ein Viertel der Befragten regelmässig, das Velo rund ein Fünftel. Am zufriedensten mit der Verkehrssituation sind die Fussgänger (Note 5,4), unzufriedener die Autofahrer (3,9) und am unzufriedensten die Velofahrer (3,7). Die Benützer von Velos wünschen mehr Velowege (80%).


ÖV häufig überfüllt
Viele, die regelmässig Tram, Bahn und Bus fähren, bezeichnen die öffentlichen Verkehrsmittel als häufig überfüllt (53%). Weitgehend zufrieden sind sie mit dem Informationsangebot (96%), dem Fahrplan (93%) und den Direktverbindungen (88%).


Parkplatzangebot für die Mehrheit zu knapp
Autofahrende fühlen sich durch Staus behindert (69%) und erachten das Parkplatzangebot in der Innenstadt als zu knapp (72%). Jene Autofahrenden, die das Parkleitsystem nutzen, beurteilen jedoch das Angebot an Parkplätzen etwas positiver.


Mehrheit für Stadttunnels
Eine breite Bevölkerungsgruppe begrüsst Investitionen ins Velowegnetz (72%) und die Bereitstellung öffentlich nutzbarer Velos (71%). Zustimmung finden auch Einschränkungen des Autoverkehrs bei hoher Ozon- und Feinsstaubbelastung (71%).


Anderseits sind auch 62% für den Bau von Stadttunnels für den Individualverkehr. Keine Mehrheit gab es jedoch für den Ausbau der Strassen-Infrastruktur im Allgemeinen (40%), das Road Pricing (39%), eine Erhöhung des Benzinpreises (30%) oder eine Erhöhung der Parkplatzgebühren in der Innenstadt (28%). (awp/mc/pg/27)

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