Startups: Wie Sie in der Gründerphase Geld sparen können

Startups: Wie Sie in der Gründerphase Geld sparen können
(Bild: © Tierney / AdobeStock)

Berlin – Für viele Unternehmer ist die Gründung eines Startups die Verwirklichung eines jahrelangen Traums. Was gibt es Schöneres, als eine Geschäftsidee, mit der man sich identifizieren kann umzusetzen und dabei noch ein hohes Mass an Selbstbestimmung zu haben? Die Flexibilität hinsichtlich der Zeiteinteilung, der Wahl der Projekte sowie des Arbeitstempos sind mit Sicherheit ein grosser Vorteil.

Es klingt alles so einfach und schön – doch das ist es nicht, sonst wäre schliesslich jeder Startup Gründer. Fakt ist, dass Schätzungen nach rund 80 % aller Startups scheitern. Die Gründung eines solchen Unternehmens bedeutet auch viel Eigenverantwortung zu tragen, besonders hinsichtlich der Finanzen. Während ein Teil des Gehalts früher automatisch für die Altersvorsorge und Versicherungsbeiträge zurückgelegt wurde, muss man sich nun selbst um die Versicherung sowie die Rentenkasse kümmern – und natürlich den Betrieb aufrechterhalten.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen einige Tipps, wie Sie in der Gründerphase Geld sparen können.

Selbstvermarktung
Ein grosser Vorteil, von dem alle Startups Gebrauch machen können, ist die Tatsache, dass wir in einem digitalen Zeitalter leben. Die Existenz sozialer Netzwerke wie zum Beispiel Instagram, Facebook und Twitter ist wohl auch der Grund dafür, dass sich viele Startups über Wasser halten können. Es muss nicht immer eine teure Marketingkampagne sein, von der Sie selbst nicht wissen, wie diese ausgeht. Die Erstellung von Kanälen auf den oben genannten Netzwerken ist kostenlos und gibt Ihnen die Möglichkeit, ein Image aufzubauen, dieses zu pflegen und mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten.

Beispiel: Mit Facebook Ads können Sie bereits für wenige Euro einen Beitrag bewerben und die gewünschte Zielgruppe damit erreichen (Alter, Präferenzen und Wohnort lassen sich bestimmen). Wer also internetaffin ist und sich mit sozialen Netzwerken auskennt, der sollte zur Bewerbung der Produkte oder Marke auf diese zurückgreifen.

Factoring
Haben Sie schon einmal von Factoring gehört? Es eignet sich besonders gut, um finanzielle Engpässe in der Anfangsphase zu überbrücken. Es kann teilweise Wochen dauern, bis Kunden Ihre Rechnungen bezahlen. Um derartige Situationen zu vermeiden, können Sie vorbeugen, indem Sie Ihre Forderungen verkaufen und das Geld innerhalb von 24 Stunden erhalten. Das hilft Ihnen dabei, die Liquidität zu sichern, um das Wachstum Ihres Unternehmens zu fördern und jegliche Ausgaben zu begleichen, ohne ein Darlehen aufnehmen zu müssen. Online-Vergleichsportale wie Financer.com bieten die Möglichkeit, Konditionen diverser Factoring-Anbieter zu vergleichen und einen passenden Anbieter zu finden.

Arbeitsplatz
Geld für Marketingaktivitäten, Personalkosten, Maschinen sowie Software und Lizenzen – das sind schon hohe Ausgaben. Dazu könnte noch eine weitere monatliche Belastung auf Sie zukommen, nämlich die monatliche Miete für einen Büroraum. Viele Agenturen sowie Startups mieten Büroräume in hippen Stadtvierteln, um den Mitarbeitern etwas zu bieten – in Anbetracht der explodierenden Mietpreise stellt dies eine grosse finanzielle Belastung dar, denn es muss nicht sein.

Es bieten sich zwei Alternativen, nämlich Co-Working-Spaces sowie das Home-Office. Co-Working-Spaces bieten Arbeitsräume für Selbstständige oder Freelancer mit einer ausgezeichneten Infrastruktur, schnellem W-Lan und einer häufig sehr zentralen Lage. Der Vorteil: Sie werden zahlreiche Gleichgesinnte finden, die auch ein Unternehmen gegründet haben – eine tolle Möglichkeit für das Networking. Für ein Co-Working-Space zahlen Sie im Monat durchschnittlich 200,- EUR. Natürlich kann der Preis je nach Bundesland und Lage höher oder niedriger sein.

Eine noch günstigere Alternative ist das Home-Office. Für ein Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden zahlen Sie gar nichts – und zusätzlich lässt sich das Arbeitszimmer von der Steuer absetzen, was uns zum nächsten Punkt bringt.

Von der Steuer absetzen
Da man als Selbstständiger ohnehin schon einen ordentlichen Steuersatz zahlt, ist man daran interessiert, die Steuerlast so niedrig wie möglich zu gestalten. Wer Geld für gewerbliche Zwecke ausgibt, der kann und sollte diese Ausgaben von der Steuer absetzen – warum auch nicht?

Folgende Investitionen und Kosten lassen sich von der Steuer absetzen:

  • Fahrtkosten – Pro Dienstkilometer steht Ihnen ein Betrag von 30 Cent zur Verfügung. Übrigens lässt sich nicht nur die Reise mit dem PKW absetzen, sondern auch Flugtickets sowie die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr.
  • Fort- und Weiterbildungen – Neben Fachbüchern gehören dazu auch Kurse, Seminare, Schulungen und jegliche Formen der Weiterbildung. Wichtig dabei ist, dass Sie dem Finanzamt vermitteln, dass die Weiterbildung Relevanz für das Unternehmen hat.
  • Büro und Einrichtung – Nicht nur die Mietkosten für ein Büro lassen sich von der Steuer absetzen, sondern auch das Arbeitszimmer im Home Office sowie die dazugehörigen Einrichtungen – das gilt übrigens auch für Heizkosten, Grundbesitzabgabe, Versicherungsbeiträge sowie Telefon und Internet. Auch Softwares, Lizenzen und sogar Arbeitsgeräte (Laptops, Smartphones) sind von der Steuer absetzbar.

Fazit Das Fortbestehen eines Startups zu gewährleisten ist keine einfache Aufgaben und realistisch gesehen eine, an der viele Unternehmer scheitern. Doch besonders die Anfangsphase prägt die weitere Entwicklung des Startups und hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Geld zu sparen, das für andere Zwecke ausgegeben werden kann. Neben den aufgeführten Tipps gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, Geld beiseite zu legen. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich noch viele weitere Wege finden, um Rücklagen zu bilden und die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten. (Fin/m/hfu)

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