Swiss Life: Prämieneinnahmen um 5 Prozent höher

Im Berichtsquartal entwickelte sich auch das Anlagegeschäft im Rahmen der Erwartungen positiv, und die Gruppen-Solvabilitätsquote konnte weiter verbessert werden. Auf einen Ausblick für das Ganzjahr verzichtet der Lebensversicherer in der Mitteilung von heute Mittwoch jedoch. 


Ergebnis über Erwartungen
Die Bruttoprämieneinnahmen, Policengebühren und erhaltene Einlagen erreichten im dritten Quartal 3’223 (VJ 3’075) Mio CHF. Dies ist ein Anstieg um 5% in CHF bzw. 8% in Lokalwährungen (LW) gegenüber dem Vorjahresquartal. In den ersten neun Monaten beliefen sich diese Einnahmen auf 13’624 (VJ 13’987) Mio CHF, was einem Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode um 3% entspricht; in LW ergab sich keine Veränderung. Mit den Prämieneinnahmen hat der Lebensversicherer im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurden 3’052 Mio CHF geschätzt.


CH-Geschäft unter Druck
Im Schweizer Geschäft erreichten die Einnahmen im Q3 928 (1’001) Mio CHF, was einem Rückgang um 7% entspricht. In den ersten neun Monaten beliefen sich die Einnahmen in der Schweiz auf 6’262 (6’908) Mio CHF (-9%). In Frankreich wurden im dritten Quartal Einnahmen von 1’288 (1’217) Mio CHF (+6%; +13% in LW) verbucht bzw. in den ersten drei Quartalen von 3’811 (4’385) Mio CHF (-13%; -7% in LW). Auf das Deutschlandgeschäft entfielen im Berichtsquartal 529 (430) Mio CHF (+23%; +31% in LW) oder 1’500 (1’338) Mio CHF (+12%; +19% in LW) in neun Monaten.


Operative Kosten um 3 Prozent gesenkt
Das übrige Versicherungsgeschäft trug im Q3 478 (428) Mio CHF (+12%; +13% in LW) bei. In den ersten neun Monaten erreichten diese Einnahmen 2’051 (1’355) Mio CHF (+51%; +53% in LW). Im übrigen Versicherungsgeschäft sind Private Placement Life Insurance, Corporate Solutions, Swiss Life Products und Payment Protection Insurance zusammengefasst. Die operativen Kosten hätten im Berichtsquartal um 3% gesenkt werden können, so die Mitteilung weiter. Zudem sei AWD im operativen Geschäft wieder profitabel geworden, was eine Trendwende zurück zur Profitabilität bedeute.


Sonderkosten
Im Rahmen der Neuausrichtung von AWD fielen im Berichtsquartal Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen von 15,2 Mio EUR an. Ohne diese Aufwendungen beträgt das Betriebsergebnis von AWD im dritten Jahresviertel 6,2 Mio EUR, bei einem Umsatz von 123,2 Mio EUR (-19%). Dabei habe sich der Verkauf von Swiss-Life-Produkten über AWD weiterhin positiv entwickelt. In den ersten neun Monaten erreichten die Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen bei AWD 22,9 Mio EUR. Für das Q4 seien weitere Kosten in ähnlicher Grössenordnung zu erwarten. Darüber hinaus seien jedoch keine weiteren Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen geplant, so die Mitteilung.


Solvabilität verbessert
Im Weiteren konnte der Lebensversicherer im Q3 die Solvabilität verbessern. So wird die IFRS-Solvabilität der Gruppe per Ende September mit 168% angegeben, nach 155% Ende Juni. Die Nettoanlagerendite auf dem Versicherungsportefeuille habe sich im Rahmen der Erwartungen positiv entwickelt, heisst es weiter. (awp/mc/ps/02) 

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