Übernahme von Techem durch Investmentbank Macquarie ist perfekt

Nach Angaben vom Freitag halten die Bank und ihr Infrastrukturfonds nach Ablauf der Annahmefrist 96,32 Prozent der Techem-Anteile. Damit ist der Weg für Macquarie frei, die verbliebenen Minderheitsaktionäre per Zwangsabfindung (Squeeze-out) aus dem Unternehmen zu drängen. Techem-Aktionäre hatten seit Anfang November Gelegenheit, ihre Papiere für je 60 Euro an Macquarie zu verkaufen. Am Freitag wurde das Angebot abgewickelt, berichtete Macquarie.


Zuversich für die Zusammenarbeit
Die Australier haben zugesichert, die gut 2.700 Arbeitsplätze und den Firmensitz in Eschborn bei Frankfurt zu erhalten. Der Techem- Vorstand sieht der Zusammenarbeit mit den neuen Eigentümern daher zuversichtlich entgegen. Der Energiedienstleister will nach seiner Übernahme durch Wachstum und Zukäufe seinen Umsatz von derzeit rund 560 Millionen Euro fast verdoppeln. Die Techem-Übernahme war von einer monatelangen Bieterschlacht begleitet worden, bei der Hedge- Fonds der Offerte von Macquarie in die Quere gekommen waren, so dass die Australier in einem zweiten Anlauf das Angebot erhöhen mussten.


Die Techem-Aktien
Ob und wann der neue Eigentümer den Energiedienstleister von der Börse nimmt, ist noch unklar. Die Techem AG hatte bereits Mitte Dezember ihren Platz im Börsenindex MDAX eingebüsst. Die 4,75 Prozent der Techem-Aktien, die das Unternehmen selbst hielt, wurden nach Angaben eines Techem-Sprechers bereits eingezogen und vernichtet.


Geschäftsjahr 2006/2007
Im Geschäftsjahr 2006/2007 steigerte Techem den Umsatz binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf 559,4 Millionen Euro. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 8,1 Prozent auf 112 Millionen Euro. Techem betreut nach Unternehmensangaben europaweit 8,1 Millionen Haushalte. (awp/mc/ab)

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