Unilever fürchtet nach Wachstumsjahr knauserige Verbraucher

Auch der Wettbewerb dürfte nach Einschätzung des Vorstands zunehmen. An der Börse wurden die Nachrichten trotz überraschend guter Zahlen mit Enttäuschung aufgenommen. Die Unilever-Aktie rutschte am Vormittag um 1,96 Prozent auf 22,05 Euro ab.


Schlussquartal 2009 besser als erwartet
Im Schlussquartal 2009 hatte Unilever besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um 1,8 Prozent auf 9,7 Milliarden. Der Gewinn schrumpfte um knapp ein Viertel auf 906 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war der Überschuss durch den Verkauf von Geschäftsteilen in die Höhe getrieben worden – in beiden Zeiträumen lasteten Umstrukturierungskosten auf den Ergebnissen. Das Gesamtjahr schloss Unilever mit einem Umsatz von 39,8 Milliarden Euro ab – ein Plus von 3,5 Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Gewinn fiel wegen der Sondereffekte jedoch um fast ein Drittel auf 3,66 Milliarden Euro. Die Quartalsdividende soll bei 19,5 Cent liegen.


Wachstumskurs fortgesetzt
Unterdessen will das Management das Geschäft weiter ausweiten. «Wir konzentrieren uns auf Mengenwachstum als wichtigstes Instrument, um langfristig Wert zu schaffen», sagte Vorstandschef Paul Polman. Gleichzeitig will er die operative Marge nachhaltig von Jahr zu Jahr steigern und einen «starken Cashflow» erzielen. (awp/mc/ps/09) 

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