US-Eröffnung: Etwas schwächer – unerwartet hohe Verluste bei AIG – Ölpreis

Der Dow Jones verlor im frühen Handel 0,79 Prozent auf 12.765,58 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab 0,74 Prozent auf 1.387,38 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index um 0,67 Prozent auf 2.434,88 Punkte. Der NASDAQ 100 rutschte um 0,76 Prozent auf 1.951,97 Punkte ab.


Nach erneuten Abschreibungen und Investmentverlusten von zusammen über 15 Milliarden Dollar bei Kreditpapieren verbuchte American International Group im ersten Quartal unter dem Strich ein unerwartet grosses Minus von 7,81 Milliarden US-Dollar – der höchste Quartalsverlust in der fast 90-jährigen Geschichte. Nun will sich der US-Versicherer eine dringend benötigte Finanzspritze von 12,5 Milliarden Dollar verschaffen. Titel von AIG verloren 7,00 Prozent auf 41,06 Dollar und waren damit das klare Schlusslicht im Dow Jones-Index. Analyst Thomas Cholnoky von Goldman Sachs zufolge dürfte das neue Kapital die zukünftigen Gewinne verwässern – falls es der Versicherer nicht schaffe, seine Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen.


Unterdesssen will General Motors (GM) mit einer millionenschweren Finanzspritze den wochenlangen Streik beim Automobilzulieferer American Axle beenden. Der Autobauer wolle bis zu 200 Millionen US-Dollar für Gehaltszulagen, Abfindungen und Frühverrentungsprogramme bei American Axle zahlen, kündigte der Konzern am Donnerstagabend an. GM-Aktien verloren 1,18 Prozent auf 20,90 Dollar.


Citigroup-Titel hingegen gewannen 0,21 Prozent auf 24,35 Dollar. Die grösste US-Bank will Unternehmensteile im Wert von rund 400 Milliarden Dollar abstossen – etwa ein Fünftel des heutigen Konzerns. Die Bank stehe vor einer der weltweit weitreichendsten Veränderungen, sagte der erst seit fünf Monaten amtierende Konzernchef Vikram Pandit vor Investoren in New York. Die heftige Zwangsdiät bedeutet einen teilweisen Kurswechsel Pandits gegenüber seinen Vorgängern. Durch zahlreiche Fusionen und Übernahmen wuchs die Citigroup über Jahre hinweg zum riesigen, fast überall tätigen Finanzsupermarkt.


Der Software-Konzern Yahoo! blieb ebenfalls im Gespräch. Der Suchmaschinenbetreiber Google setzt nach wie vor auf eine langfristig angelegte Werbe-Partnerschaft mit dem Konkurrenten. «Wir haben mit Yahoo gesprochen und sind sehr erfreut, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir teilen viele Werte mit ihnen», sagte Google-Mitgründer Sergej Brin vor Journalisten am Donnerstagabend. Unterdessen wird dem «Wall Street Journal» zufolge ein neuer Anlauf von Microsoft auf eine möglicherweise feindliche Übernahme von Yahoo immer unwahrscheinlicher. Yahoo-Titel gaben 0,76 Prozent auf 26,02 Dollar ab, für die Papiere von Google ging es um 0,86 Prozent auf 578,02 Dollar nach unten. Microsoft-Aktien verbilligten sich um 0,34 Prozent auf 29,17 Dollar. (awp/mc/gh)

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