US-Eröffnung: Freundlich – Übernahmen und Konjunkturdaten heben Stimmung

Zusätzlichen Rückenwind bringe die unerwartete Aufhellung des Konsumklimas in den USA. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg nach vorläufigen Zahlen stärker als erwartet.


Der Dow Jones Industrial gewann 0,54 Prozent auf 13.549,54 Punkte. Im frühen Handel markierte der weltweit bekannteste Aktienindex bei 13.551 Punkten ein neues Rekordhoch. Der marktbreite SP-500-Index stieg um 0,48 Prozent auf 1.520,04 Zähler. An der ebenfalls freundlichen NASDAQ ging es für den Composite-Index um 0,46 Prozent auf 2.550,94 Zähler nach oben. Der Auswahlindex NASDAQ 100 verzeichnete ein Plus von 0,59 Prozent auf 1.895,88 Punkte.


Zu den stärksten Dow-Werten gehörte General Electric (GE), die nach einem Pressebericht 1,23 Prozent auf 36,98 US-Dollar zulegten. Der Mischkonzern steht dem „Wall Street Journal“ zufolge kurz vor der Einigung mit einem Käufer für seine Plastiksparte. Interessent soll ein industrieller aus Saudi Arabien sein, der wohl bis zu 11 Milliarden Dollar zahlt. Analysten schätzen den Preis auf acht bis zehn Milliarden.


Nach einem Übernahmeangebot von Microsoft schossen die Aktien von aQuantive um 77,42 Prozent auf 65,00 Dollar nach oben. Der Softwarekonzern will den Spezialisten für digitales Marketing für 66,50 Dollar je Anteilschein übernehmen. Microsoft-Papiere gaben um 0,87 Prozent auf 30,71 Dollar ab und standen damit am Dow-Ende.


Ebenfalls getrieben von Spekulationen auf eine Übernahme schossen die Papiere von Trump Entertainment Resorts um 20,58 Prozent auf 15,76 Dollar nach oben. Der Betreiber von Kasinos und Hotels hatte am Donnerstag nach Handelsschluss bekannt gegeben, mehrere Unternehmen hätten Interesse an einer Übernahme bekundet. Welche Firmen dies sind, wurde nicht mitgeteilt. Zu Jahresbeginn hatte Trump bereits Merrill Lynch beauftragt, strategische Optionen wie unter andere m auch einen Verkauf auszuloten.


Bank of America litten dagegen mit minus 0,30 Prozent auf 49,95 Dollar unter Übernahme-Spekulationen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge könnte sich die Royal Bank of Scotland mit den Amerikanern über den Verbleib der LaSalle Bank einigen und damit die Tür zur Übernahme der ABN Amro wieder aufstossen.


Intuit schossen nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen um 13,56 Prozent auf 31,48 Dollar nach oben. Der Softwarekonzern hatte im dritten Quartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet. Zudem erhöhte das Unternehmen die Jahresprognosen und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 800 Millionen Dollar an.


Autodesk verloren dagegen nach Zahlen 1,27 Prozent auf 42,78 Dollar. Der Softwarehersteller steigerte im ersten Quartal den Umsatz um 17 Prozent auf 509 Millionen Dollar und übertraf seine eigenen Erwartungen. Zur Ergebnisentwicklung teilte das Unternehmen wegen der laufenden Neuerstellung der Geschäftsberichte für die Jahre 2003 bis 2006 nichts mit.


Anteile von Verizon Communications stiegen nach einer positiven Analystenstudie um 1,07 Prozent auf 42,59 Dollar. Die Citigroup hatte die Papiere des Telekomkonzerns von „Sell“ auf „Buy“ hochgestuft. Zudem erhöhten die Experten das Kursziel von 33 auf 48 Dollar. (awp/mc/ab)

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