US-Eröffnung: Leichte Verluste – Verbrauchervertrauen deutlich gefallen

Der Dow Jones Industrial (DJIA) fiel zuletzt um 0,28 Prozent auf 12.956,43 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,26 Prozent auf 1.419,85 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index um 0,84 Prozent auf 2.512,5 Zähler. Der NASDAQ 100 verlor 0,69 Prozent auf 2.017,41 Zähler.


Der Konsumklimaindex war laut vorläufigen Berechnungen von 62,6 Punkten im Vormonat auf revidiert 59,5 Punkte gefallen. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten mit 62,5 Punkten gerechnet. Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der grössten Volkswirtschaft der Welt. Angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen steht der Konsum besonders im Blick.


Gestützt auf den neuerlichen Anstieg der Ölpreise stiegen die Aktien der Ölunternehmen an die Spitze des Dow Jones. Chevron Corp. legten um 1,21 Prozent auf 99,69 US-Dollar zu. ExxonMobil gewannen 1,16 Prozent auf 92,36 Dollar. Die Angst vor Angebotsengpässen bei Mineralölprodukten hatte den Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni zuletzt erstmals über 127 Dollar steigen lassen.


General Motors (GM) sackten mit minus 2,92 Prozent auf 20,61 Dollar ans untere Indexende. Banktitel gaben ebenfalls nach. Citigroup verloren mit 1,90 Prozent auf 23,28 Dollar am deutlichsten. Home Depot sanken um 1,49 Prozent auf 29,09 Dollar. American Express fielen um 2,19 Prozent auf 48,77 Dollar.


Gesprächsthema blieb auch die Aktie von Yahoo! : Der Internet-Konzern kommt nach seinem «Nein» zur Milliardenübernahme durch Microsoft immer mehr unter Druck. Neben dem streitbaren US-Milliardär Carl Icahn ist auch ein Hedge-Fonds bei Yahoo! eingestiegen und unterstützt den offenen Machtkampf gegen die Konzernspitze. Die aggressiven Investoren wollen das Unternehmen doch noch zum Verkauf an Microsoft zwingen. Yahoo! wies unterdessen die Kritik Icahns scharf zurück. Seine Vorwürfe spiegelten ein grundlegend falsches Verständnis der Fakten wider, schrieb Verwaltungsratschef Roy Bostock am Donnerstagabend in einem offenen Brief an den US-Milliardär. Der Kurs von Yahoo! sank um 0,72 Prozent auf 27,55 Dollar. Microsoft-Aktien fielen um 1,08 Prozent auf 30,14 Dollar.


Der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) will einem Zeitungsbericht zufolge als Antwort auf Apples iPhone-Mobiltelefon im dritten Quartal ein Modell mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt bringen. Das neue Modell «Thunder» (Donner) soll in Europa exklusiv bei Vodafone zu haben sein, hiess es unter Berufung auf Insider. In den USA sei der zweitgrösste Mobilfunkanbieter Verizon Wireless – ein gemeinsames Unternehmen von Verizon und Vodafone – exklusiver Partner. Die Aktien von RIM gaben davon unbeeindruckt 0,15 Prozent auf 140,50 Dollar nach. Verizon-Titel verloren 0,18 Prozent auf 38,83 Dollar. Apple-Papiere rutschten um 0,92 Prozent auf 187,99 Dollar ab. (awp/mc/gh)

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