US-Eröffnung: Verluste – Konjunktursorgen dauern an

Der Leitindex Dow Jones Industrial büsste 1,16 Prozent auf 10.056,50 Punkte ein, nachdem er zeitweise unter die Marke von 10.000 Punkten gerutscht war. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,26 Prozent auf 1.053,87 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index verlor 1,53 Prozent auf 2.126,63 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,62 Prozent nach auf 1.779,05 Punkte.


Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung belaste den US-Aktienmarkt nach wie vor, hiess es am Markt. Nach den schwachen Vorgaben vom Arbeitsmarkt in der vergangenen Woche seien nun weitere schlechte Daten hinzugekommen. Die Nervosität werde zudem weiter geschürt, da als nächstes die Auftragseingänge für langlebige Güter anstünden. Sie werden am Mittwoch bekanntgegeben. Stefan Risse, Chefstratege von CMC Markets, meinte daher, dass vor diesem Hintergrund vor allem US-Anleihen und der Dollar als „sichere Häfen“ gefragt seien.


Erneut standen die Aktien von Hewlett-Packard (HP), Dell und 3Par im Fokus. Nachdem tags zuvor auch HP eine Offerte für den Speicherspezialisten 3Par machte, will Dell nun Presseberichten zufolge bei seinem zuvor bekanntgegebenem Übernahmeangebot nachlegen. Bislang liegt es rund ein Drittel unter dem Angebot des Computer- und Druckerherstellers HP, der 24 Dollar in bar je 3Par-Aktie offeriert. 3Par stiegen nach einem Kurssprung von knapp 45 Prozent am Montag nun um weitere 2,34 Prozent auf 26,70 Dollar. HP sanken im Dow um 1,13 Prozent auf 38,60 Dollar und Dell sanken im Nasdaq 100 um 3,69 Prozent auf 11,50 Dollar.


Zudem rückten aus der zweiten Reihe einige Unternehmen mit Zahlen in den Blick der Anleger: Der McDonald’s -Konkurrent Burger King meldete zwar sinkende Umsätze und Gewinne im vierten Geschäftsquartal, doch am Markt waren noch grössere Rückgänge erwartet worden. Die Titel der Schnellimbiss-Kette stiegen daher um 0,66 Prozent auf 16,73 Dollar, während die von McDonald’s um rund ein Prozent nachgaben.


Medtronic brachen um knapp 10 Prozent ein. Der Hersteller von medizinischen Geräten hatte im ersten Geschäftsquartal weniger Umsatz erwirtschaftet, als von Experten erwartet worden war. Die Gewinnentwicklung hatte hingegen den Marktprognosen entsprochen. Trotz guter Quartalszahlen büssten zudem die Anteilsscheine von Big Lots 3,53 Prozent auf 30,63 Dollar ein. Der Discounter hatte nach einer überraschend positiven Gewinnentwicklung im zweiten Quartal seine Ertragsprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Umsatzentwicklung entsprach den Prognosen der Experten.  (awp/mc/ps/24)

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