US-Ölpreis fällt zeitweise unter 68 Dollar – US-Lagerbestände gestiegen

In den USA waren die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen. Die Rohölbestände seien um 3,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 311,4 Millionen Barrel geklettert, teilte das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten mit einem geringeren Zuwachs um 2,6 Millionen Barrel gerechnet. Nach den Daten fiel der US-Ölpreis zeitweise bis auf 67,50 Dollar.


«Extrem schlechte Stimmung»
«Die Stimmung am Ölmarkt bleibt extrem schlecht», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. «Eine deutliche Aufwertung des US-Dollar und Sorgen vor einer weiteren Abschwächung der Nachfrage wiegen derzeit schwerer als die zu erwartende Produktionskürzung durch die OPEC.» Die sich weltweit abschwächende Konjunktur dämpft auch die Nachfrage nach Rohöl. Die OPEC hat laut Commerzbank bereits in den vergangenen Wochen das Angebot reduziert, ohne das die Preise davon profitiert hätten.


Uneinigkeit bei Produzenten
Die OPEC stösst beim Versuch, auch die Nicht-Mitglieder zu einer Produktionskürzung zu veranlassen, auf wenig Gegenliebe. Die Uneinigkeit der Produzenten schwäche die Glaubwürdigkeit, wirklich Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen zu können, schreibt die Commerzbank. So wollen sich die Nicht-OPEC-Staaten Russland und Norwegen nicht an Förderkürzungen beteiligen. (awp/mc/pg/34)

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