US-Schluss: Daten und Finanzwerte stützen Standardwerte

«Es zeigt sich, dass die US-Wirtschaft noch eine holprige Strecke vor sich hat. Aber die guten Nachrichten nehmen zu und die schlechten Nachrichten werden immer seltener», kommentierte Marktexperte Burt White von LPL Financial die überwiegend positiven Konjunkturdaten. Sowohl der Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima der Region Philadelphia abbildet, als auch der Sammelindex der Frühindikatoren übertrafen die Erwartungen deutlich. Der unerwartete Anstieg der Erstanträge verwundere nicht so stark, da die Arbeitsmarktdaten ein konjunktureller Nachläufer seien, hiess es am Markt.


Insbesondere Finanzwerte rückten mit Rückzahlungen von Staatshilfen in den Mittelpunkt. Neun grosse Banken – darunter JPMorgan , Morgan Stanley und Goldman Sachs – zahlten Hilfen von insgesamt mehr als 66 Milliarden Dollar zurück. JPMorgan gewannen denn auch als einer der Favoriten im Dow Jones 4,40 Prozent auf 34,17 Dollar. Auch für Morgan Stanley und Goldman ging es um 2,00 Prozent auf 28,03 Dollar und 2,40 Prozent auf 143,09 Dollar nach oben.


Die Aktien von Prudential Financial legten um 3,78 Prozent auf 37,08 Dollar kräftig zu. Der angeschlagene Finanzkonzern will sich von seiner Beteiligung an dem Brokerhaus Wells Fargo Advisors trennen. Die Grossbank Wells Fargo solle die 38-Prozent-Beteiligung an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, teilte Prudential Financial mit. Der Preis wird auf fünf Milliarden US-Dollar geschätzt. Mit dem Verkauf will Prudential Financial die eigene Finanzsituation verbessern. Wells Fargo-Titel gewannen 2,64 Prozent auf 23,70 Dollar


Für die Aktien des vom Staat vor dem Zusammenbruch geretteten Versicherers American International Group (AIG) ging es um 5,00 Prozent auf 1,47 Dollar hoch. Finanzkreisen zufolge wurden die Deutsche Bank und Morgan Stanley mit den weltweiten Vorbereitungen für den Börsengang (IPO) der asiatischen Lebensversicherungssparte betraut. Der für die erste Jahreshälfte 2010 erwartete Börsengang von American International Assurance soll AIG vier Milliarden Dollar einbringen.


Unterdessen sackten Caterpillar nach Umsatzzahlen für die vergangenen drei Monate um 2,07 Prozent auf 34,08 Dollar und damit an das Ende im Dow Jones ab. Der Baumaschinen-Hersteller gab einen weltweiten Umsatzeinbruch um 43 Prozent bekannt, wobei sich die Rückgang nochmals beschleunigt habe, so das Unternehmen. Die Aktien von General Electric (GE) standen nur optisch deutlich im Minus – die Titel wurden ex Dividende gehandelt. Erstmals seit der Grossen Depression der 30er Jahre hatte der Mischkonzern seine Ausschüttung gekappt und zahlt den Aktionären nur noch 0,10 Dollar für das Quartal. Die Titel verloren 0,18 Dollar oder 1,48 Prozent auf 11,97 Dollar. (awp/mc/pg/31)

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