US-Schluss: Sehr fest – Hoffnung auf Zinssenkung treibt an

Die US-Wirtschaft hat zwischen Oktober und Mitte November der Federal Reserve zufolge weiter expandiert. Allerdings hätten sieben der zwölf Fed-Bezirke über ein langsameres Wachstum berichtet. Zudem sei insgesamt der «Risiko-Appetit» auf Aktien wieder gestiegen.


Der Dow Jones Industrial ging mit plus 2,55 Prozent auf 13.289,45 Zähler aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 2,86 Prozent auf 1.469,02 Punkte. An der NASDAQ ging es für den Composite Index um 3,18 Prozent auf 2.662,91 Zähler nach oben. Der NASDAQ 100 gewann 3,03 Prozent auf 2.095,39 Punkte.


Insbesondere Finanzwerte profitierten von den Zinssenkungsspekulationen. Für die Citigroup ging es um 6,71 Prozent auf 32,29 Dollar nach oben. Der grösste US-Finanzkonzern hat einem Pressebericht zufolge eine informelle Anfrage für einen Zusammenschluss mit der US-Grossbank Bank of America erhalten. Das Citigroup-Management habe diese Offerte sofort und ohne Diskussion abgelehnt, berichtet das «Wall Street Journal» auf seiner Internetseite unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.


Auch die Titel von Merrill Lynch und JPMorgan erholten sich kräftig – Merrill-Aktien zogen an der Dow-Spitze um 8,89 Prozent auf 57,79 Dollar an. Zudem stimme positiv, dass die angeschlagenen Hypothekenbanken Freddie Mac und Wells Fargo Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung präsentierten. Freddie Mac will sich durch den Verkauf von Vorzugsaktien im Wert von sechs Milliarden Dollar frisches Kapital beschaffen. Zugleich soll die Dividende für das vierte Quartal halbiert werden. Die Aktien kletterten daraufhin um 14,34 Prozent auf 29,42 Dollar. Wells Fargo will sich von den riskantesten Darlehen trennen – die Titel gewannen 2,98 Prozent auf 30,72 Dollar. Citigroup-Analyst Keith Horowitz lobte die Pläne, weniger attraktive Teile zu schliessen.


Amazon.com waren nach positiven Daten zum Einkaufsstart für Weihnachten gesucht und stiegen um 5,55 Prozent auf 90,32 Dollar. Entsprechende Zahlen berichtete Händlern zufolge der Internet-Marktforscher ComScore. Mit 733 Millionen Dollar habe der Online-Umsatz von Internethändlern am Montag dieser Woche um 21 Prozent über dem Vorjahr gelegen.


Unterdessen stürzten Marvell Technology um 10,35 Prozent auf 14,90 Dollar ab. Der Halbleiterhersteller hat im dritten Quartal einen Verlust eingefahren. Den Analysten von Needham zufolge sind die Sorgen über den Ausblick auf das vierte Quartal allerdings überzogen – sie bestätigten die Titel mit «Buy». (awp/mc/gh)

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