Verkauf des Bertelsmann-Musikverlags an Universal-Gruppe genehmigt

Die Genehmigung der EU-Wettbewerbshüter steht jedoch noch aus, nachdem nun die Federal Trade Commission (FTC) in den USA zugestimmt hat. Die EU-Kommission will am 8. Dezember in Brüssel bekannt geben, ob sie dem Verkauf zustimmt oder eine vertiefende Prüfung von vier Monaten Dauer einleiten wird. Die Hürde in Brüssel wird von Insidern als höher eingestuft.


Rechte an Titeln von Künstlern verwertet
Der Verkauf des einträglichen Musikverlag-Geschäftes, in dem unter anderem die Rechte an Titeln von Künstlern wie Justin Timberlake oder Robbie Williams verwertet werden, ist eine Folge des Aktienrückkaufs von Bertelsmann. Das Unternehmen hatte zur Jahresmitte einen 25,1- Prozent-Anteil des belgischen Minderheitsaktionärs Groupe Bruxelles Lambert (GBL) zum Preis von 4,5 Milliarden Euro zurückgekauft. Die Summe soll mit dem Erlös aus dem Musikverlags-Verkauf zum Teil gegenfinanziert werden.


Im Moment zu viele Schulden
«Wir haben jetzt im Moment zu viele Schulden», sagte Bertelsmann-Vorstandsvorsitzender Gunter Thielen am Dienstag bei einer Firmenveranstaltung in Gütersloh. Der nach dem Musikverlagsverkauf verbleibende Rest von rund drei Milliarden Euro solle so schnell wie möglich zurückverdient werden, um die Handlungsfähigkeit des Konzerns nicht zu gefährden. (awp/mc/gh

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