Vivendi will Telekom- und Mediengeschäft durch Zukäufe stärken

Das sagte Konzernchef Jean-Bernard Lévy der französischen Zeitung «La Tribune» und dem «Handelsblatt» (Montagausgabe). «Wenn Aktien von Neuf Cegetel zum Verkauf stehen, wollen wir uns verstärken, um die Sperrminorität von 34 Prozent zu erreichen.»


Anteile von Matsushita übernehmen
Darüber hinaus plant Vivendi, vom japanischen Elektronikkonzern Matsushita die Anteile an einer gemeinsamen Holding zu übernehmen. «Das würde uns erlauben, unseren Anteil an NBC Universal von derzeit 18,5 auf 20 Prozent und an Universal Music Group von 92,3 auf 100 Prozent auszubauen», sagte der Vivendi-Chef.


Auch in Polen wachsen
Wachsen will Vivendi auch in Polen. Nach wie vor gebe es einen heftigen Streit mit der Deutschen Telekom über die Mehrheit am polnischen Mobilfunker PTC, berichtet das «Handelsblatt». «Die Deutsche Telekom handelt unter Missachtung der Urteile der polnischen Gerichte», sagte Lévy. Verhandlungen will er sich jedoch nicht verschliessen. «Wir haben der Telekom unsere Bedingungen genannt», sagte Lévy, ohne genauer zu werden. Trotz der Probleme von Premiere in Deutschland ist Lévy von den Wachstumschancen des Abofernsehens überzeugt. In Frankreich gebe es 23 Millionen Haushalte, erst acht Millionen hätten ein Pay-TV-Abo. «Unsere Wachstumsperspektiven sind also beträchtlich.» (awp/mc/gh)

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