Wachsender Optimismus bei Schweizer Finanzchefs

Wie Deloitte mitteilt, sind 79% der Befragten der Meinung, dass das Schlimmste der Kreditkrise überstanden ist. Die Mehrheit (57%) zeigt sich zudem im Hinblick auf die finanziellen Aussichten ihrer Unternehmen optimistischer als noch vor drei Monaten.


Konjunkturerholung erst in der 2. Hälfte 2010
Trotz ihrer vorsichtig optimistischen Haltung rechneten 68% der an der Umfrage beteiligten CFOs aber erst im zweiten Halbjahr 2010 oder später mit einer Konjunkturerholung in der Schweiz. Daher stünden Kosteneinsparungen weiterhin ganz oben auf der Agenda. So hätten zuletzt vier von fünf der Befragten die nicht betriebsnotwendigen Ausgaben und 69% die Investitionsausgaben reduziert. Mehr als die Hälfte (58%) ziehe in Betracht, die Mitarbeiterzahl zu reduzieren, und 29% erwägen der Umfrage zufolge eine Verlagerung der Produktion oder von Support-Funktionen ins Ausland.


Schlimmste Folgen der Finanzkrise abgewendet
Weiter hätten die Umfrageergebnisse verdeutlicht, dass die schlimmsten Folgen der globalen Finanzkrise abgewendet wurden. Dennoch erachten immer noch 34% der CFOs Kredite als teuer, und 45% sind der Meinung, dass die Kreditaufnahme schwierig ist. Der Rest – und somit die Mehrheit der CFOs – habe in Bezug auf diese beiden Aspekte von keinen besonderen Schwierigkeiten.


Schwächere Auslandsnachfrage als häufigstes Geschäftsrisiko
Als häufigste Geschäftsrisiken für die nächsten zwölf Monate wurde eine schwächere Auslandsnachfrage (60%), das weiterhin angespannte Finanzsystem (47%) und der nachlassenden Cashflow (43%) genannt.


Die Umfrage wurde zwischen dem 1. und 21. September 2009 durchgeführt. Insgesamt nahmen 48 CFOs daran teil, wovon 33 börsennotierte Unternehmen repräsentierten, darunter jeweils sechs CFOs von Unternehmen, die im SMI- bzw. SMIM-Index enthalten sind. 15 Teilnehmer waren CFOs von grossen Privatgesellschaften. Die befragten CFOs sind in verschiedenen Branchen tätig. Die CFO-Umfrage von Deloitte ist die erste Umfrage dieser Art in der Schweiz. Sie soll künftig vierteljährlich publiziert werden. (awp/mc/pg/24)

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