25- bis 29-Jährige haben das höchste Verschuldungsrisiko

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(Foto: © photo 5000 – Fotolia.com)

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Schwerzenbach – Die Gruppe der 25- bis 29-jährigen Menschen in der Schweiz hat das mit Abstand höchste und am stärksten zunehmende Verschuldungsrisiko. Dies hat die jährliche Untersuchung der Verschuldungssituation in der Schweiz ergeben, teilt Intrum Justitia, ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich Wirtschaftsinformation und Inkasso, mit.

Der Radar 2014 analysiert die Verschuldung von Privatpersonen. Neu und alarmierend sei die Tatsache, dass die Gruppe der 25- bis 29-jährigen Leute das mit Abstand höchste und am stärksten zunehmende Verschuldungsrisiko habe, so Intrum Justitia. Singles und Alleinerziehende haben ein eklatant höheres Verschuldungsrisiko als Familien oder Paare. Zudem zeigt der Radar, dass eine gute Ausbildung vor Schulden schützt und dass häufiges Umziehen oftmals mit finanziellen Problemen einhergeht. Der Radar 2014 zur Verschuldungssituation belegt ausserdem, dass Gebiete mit hohem Ausländeranteil am stärksten gefährdet sind.

Schweizer Städte und Kantone im Vergleich
Im Städtevergleich führen Fribourg, La Chaux-de-Fonds und Thun die Rangliste mit überdurchschnittlichem Verschuldungsrisiko an. Die Städte Genf und Neuenburg haben sich im Gegenzug zum Vergleich 2012 deutlich verbessert. Auffallend ist, dass Städter ein deutlich höheres Risiko haben als jene Personen, die in der Agglomeration oder auf dem Land leben. Bei den Kantonen führen die Kantone Glarus, Fribourg, Solothurn und Bern die Negativliste an, während am andern Ende die Kantone Waadt, Jura, Nidwalden und Luzern bezüglich unterdurchschnittlichem Risiko glänzen.

Stolperstein Handyrechnungen
Im Fokus „Jugendverschuldung“ zeigt der Radar, dass sich Frauen vor allem im Bereich Gesundheit und Männer im Bereich E-Commerce (Online-Handel) verschulden. Im Telekom-Bereich sind die ausstehenden Forderungen mit durchschnittlich CHF 730.- bei den 18- bis 25-Jährigen am höchsten, gefolgt von CHF 626.- bei den 26- bis 32-Jährigen und CHF 544.- bei den über 32-Jährigen. Wird eine Betreibung eingeleitet, so enden 2 von 3 Betreibungen mit einer Pfändung und in 40 Prozent kommt es zur Ausstellung eines Verlustscheines. Umgekehrt zahlen aber gerade die jungen Erwachsenen ihre Schulden deutlich schneller zurück als die älteren Vergleichsgruppen. (Intrum Justitia/mc/pg)

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