ABB und Softbank erwägen für Robotik Abspaltung des China-Geschäfts
Zürich – ABB erwägt laut einem Medienbericht die Ausgliederung des China-Geschäfts der Robotik-Sparte. Ein geplanter Verkauf des Bereichs an die japanische Softbank ist in der vergangenen Woche durch die chinesischen Behörden gestoppt worden.
Um den Deal zu «retten», würden Softbank und ABB derzeit verschiedene Optionen prüfen, darunter die Ausgliederung des chinesischen Teils, schrieb Bloomberg am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der China-Teil könnte ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen mit anderer Eigentümerstruktur gegründet werden. Softbank stehe vor allem hinter diesen Bemühungen, fügten die Informanten laut Bloomberg hinzu. Diese könnten scheitern, und es gebe keine Gewissheit, dass sie zu einer Einigung führen würden.
ABB prüfe zudem weitere Optionen, darunter die Suche nach einem anderen Käufer für das gesamte Robotik-Geschäft, heisst es im Artikel weiter. ABB und Softbank lehnten gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme ab.
Der Schweizer Konzern hatte im Oktober 2025 vereinbart, die Sparte für einen Unternehmenswert von rund 5,4 Milliarden US-Dollar an die Japaner zu verkaufen. Am vergangenen Donnerstag teilte ABB nun mit, die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen habe die Übernahme des China-Geschäfts nun untersagt.
Hintergrund sind laut der «Financial Times» unter anderem Sicherheitsbedenken Chinas: Die Behörden befürchteten demnach, dass Daten aus der Robotikproduktion ins Ausland gelangen und dort zum Training von KI-Modellen verwendet werden könnten. Dazu gehörten möglicherweise auch Modelle von OpenAI, an dem Softbank massgeblich beteiligt ist. (awp/mc/pg)