Acino erzielt 2012 einen Reingewinn von 9,4 Mio EUR

Peter Burema

Peter Burema, CEO Acino.

Basel – Das Pharma-Unternehmen Acino weist für das Geschäftsjahr 2012 akquisitionsbedingt zwar deutlich höhere Zahlen aus. Auf operativer Ebene mussten allerdings Ende Januar die Erwartungen nach unten korrigiert werden. So weist das Unternehmen für das Berichtsjahr einen EBITDA von 36,8 Mio EUR bei einer Marge von 14,3% aus. Der EBIT erreicht 8,9 Mio und die entsprechende Marge 3,5%. Der Reingewinn schliesslich beträgt 9,4 Mio, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dies vergleicht sich mit einem EBITDA von 25,7 Mio und einer Marge von 19,0% im Vorjahr. Der EBIT lag damals bei 6,7 Mio, die Marge bei 5,0% und der Reingewinn bei 5,7 Mio.

Mit der Gewinnwarnung im Januar bereits bekannt gegeben wurde der Umsatz, der sich 2012 auf 257,1 Mio EUR belief und damit um 91% über dem Vorjahreswert liegt. Ebenfalls angekündigt wurde damals, dass der Generalversammlung ein Dividendenverzicht beantragt wird. Der GV wird im Weiteren die Schaffung von genehmigtem Kapital in Höhe von 800’000 neuen Aktien mit Ermächtigungsfrist bis April 2015 beantragt. Dies im Zusammenhang mit allfälligen weiterhin ausgewählten, kleineren Akquisitionen, so die Mitteilung.

B2C und Technologiemarketing mit Umsatzplus
Die Verkaufszahlen aus dem neu von Mepha/Cephalon übernommenen Geschäft sind seit 17. Februar 2012 konsolidiert. Der Umsatzanstieg stammte aus den Segmenten Business-to-Consumer und Technologiemarketing, während die Business-to-Business-Erlöse leicht unter Vorjahr blieben. Konkret kam der Bereich Business-to-Consumer im Berichtsjahr auf einen Umsatz von 100,4 Mio EUR, ein Vorjahresvergleich ist infolge der Akquisition nicht möglich. Das Business-to-Business-Segment erwirtschaftete 87,2 Mio (-4%) und das Technologie-Marketing 67,6 Mio (+68%).

Acino sei gut aufgestellt, um Verkaufserlöse und Gewinn weiter zu steigern, so die Mitteilung. Auf Basis des aktuellen Auftragsbestandes bestätigt das Management so die Umsatzerwartung für 2013 von mehr als 300 Mio EUR.

Erholung der operativen Marge erwartet
Die Integration des erworbenen Geschäfts sei weitgehend abgeschlossen, und bedeutende Schritte zur Kostensenkung seien bereits 2012 gemacht worden. Diese Massnahmen sollten ab 2013 ergebniswirksam werden und zu einer deutlichen Erholung der operativen Marge gegenüber 2012 beitragen, heisst es weiter. Eine anhaltende Schwäche des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro könnte zusätzlich zur Verbesserung der Ertragskraft beitragen, da rund zwei Drittel des Personalaufwands in Schweizer Franken anfallen.

Nach dem Übergangsjahr 2014 wird ab 2015 ein starkes Umsatzwachstum dank der Einführung neuer Produkte erwartet. Das Unternehmen rechnet so damit, die angestrebte EBITDA-Marge von 25% ab 2016 zu erreichen. (awp/mc/ps)

 

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