Adecco schreibt im 2. Quartal 141 Mio. Euro Gewinn

Patrick De Maeseneire

Adecco-CEO Patrick De Maeseneire.

Glattbrugg – Der Personalvermittler Adecco ist zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011 weiter stark gewachsen. Trotz jüngster Befürchtungen um einen Abschwung der weltweiten Konjunktur gibt sich der Konzern auch für das laufende dritte Quartal optimistisch und bestätigt entsprechend das mittelfristige EBITA-Ziel.

Der Umsatz in der Berichts betrug 5,17 Mrd EUR, was einem Plus von 11% bzw. organisch von 13% entspricht. Im ersten Quartal war Adecco organisch noch um 18%, im vierten Quartal 2010 um 17% gewachsen. Die Bruttomarge fiel um 90 Basispunkte auf 16,9%, dies vor allem aufgrund des Business Mixes, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. So wächst das margenschwächere Industriegeschäft derzeit weiter deutlich stärker als der Rest des Konzerns.

Kosten unter Kontrolle
Der Konzern legte weiterhin den Fokus auf die Kosten. Diese seien weiter gut unter Kontrolle, heisst es dazu. Sie stiegen zu konstanten Währungen um 5% zum Vorjahr und 1% zum Vorquartal. Entsprechend konnte das Betriebsergebnis (EBITA) um 18% auf 199 Mio EUR gesteigert werden. Die operative Marge erreichte 3,9% und war damit um 30% höher als ein Jahr zuvor. Der Reingewinn legte gar um 45% auf 141 Mio EUR zu.

Damit hat Adecco die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) auf Stufe Umsatz und Reingewinn übertroffen, Bruttogewinn und EBITA waren leicht darunter.

Umsatzplus von 15 % in Frankreich
In wichtigsten Markt Frankreich nahm der Umsatz in der Berichtsperiode um 15% auf 1,60 Mrd EUR zu, beim operativen Ergebnis ergab sich ein Plus von 16% auf 57 Mio EUR. In der Region Nordamerika stieg der Umsatz um 2% auf 905 Mio EUR (zu konstanten Währungen +12%), das operative Ergebnis erreichte hier einen Wert von 41 (VJ 33) Mio EUR.

Wachstum getragen von starker Entwicklung im Industrie-Geschäft
«Wir haben erneut sehr solide Zahlen mit einem zweistelligen Wachstum erzielt, weiterhin getragen vor allem von der starken Entwicklung im Industrie-Geschäft», wird CEO Patrick De Maeseneire in der Mitteilung zitiert. Das Umsatzwachstum in den beiden Hauptmärkten Frankreich und USA habe sich gut gehalten, auch gegenüber einer zunehmend herausfordernden Vorjahresbasis. Deutschland und Italien würden ausserdem weiterhin ein bemerkenswert starkes Wachstum von über 30% verzeichnen, und auch Benelux und Japan wachsen den Angaben zufolge schneller als der Markt. Die Preissetzung sei ausserdem «vernünftig» geblieben und Adecco arbeite weiter hart an der der Verbesserung der Profitabilität.

Ausblick bestätigt
Bezüglich der weiteren Aussichten gibt sich der Konzern weiter relativ optimistisch. Nachdem der Umsatz im Juni um 11% zugelegt habe, sei der Juli nur marginal schwächer gewesen. Aus heutiger Sicht erwartet Adecco deshalb ein solides drittes Quartal. Die Gruppe sehe weiterhin eine gute Nachfrage von den Kunden, welche die flexiblen Personaleinsatzmöglichkeiten zu schätzen wüssten. Insgesamt sieht sich Adecco weiterhin auf «gutem Weg», das mittelfristige EBITA-Margenziel von «über 5,5%» zu erreichen.

Das Management bleibt zuversichtlich, dass das gegenwärtige Umfeld weiter attraktive Wachstumsmöglichkeiten bieten werde. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten bilde die Kostenkontrolle einen zentralen Schlüsselfaktor. Adecco geht davon aus, dass die Kostenbasis zu konstanten Wechselkursen stabil bleibt. Investiert werde nur dort, wo sich vielversprechende Möglichkeiten böten, so die Mitteilung. (awp/mc/pg)

 

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