Aevis Victoria schreibt 2015 ein Drittel weniger Gewinn

Antoine Hubert
Antoine Hubert, VR-Delegierter Aevis Victoria. (Foto: Aevis)

Antoine Hubert, Verwaltungsratsdelegierter Aevis Victoria. (Foto: Aevis)

Freiburg – Die Aevis-Victoria-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2015 gewachsen, nicht zuletzt dank der Übernahme der Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection. Höhere Kosten, Abschreibungen und Finanzausgaben liessen den Gewinn aber sinken. Die Dividende bleibt dennoch stabil. Für das laufende Jahr rechnet Aevis mit einer erneuten Umsatzsteigerung. Das mittelfristige Margenziel wird bestätigt.

Der Nettoumsatz legte um 5,2% auf 510,2 Mio CHF zu. Im Geschäftsbereich Spitäler sei der Umsatz aufgrund höherer Patientenzahlen, der Rekrutierung neuer Belegärzte sowie der 2015 übernommenen Clinique Montbrillant in La-Chaux-de-Fonds um 1,1% auf 416,9 Mio CHF gestiegen, teilt die im Healthcare-Bereich und in der Luxushotellerie tätige Gruppe am Freitag mit. Die Gesundheits- und Hotelliegenschaften steigerten die Mieteinnahmen um 13% auf 36,4 Mio CHF.

Die im vergangenen Jahr übernommene Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection steigerte den Umsatz in einem den Angaben zufolge schwierigen Marktumfeld um 3,1% auf 77,0 Mio CHF. Die Anzahl Übernachtungen in den vier Hotels nahm um 4,1% auf 169’585 zu und der durchschnittliche Zimmerpreis erhöhte sich um 1,6% auf 377 CHF.

Höhere Kosten, Abschreibungen und Finanzausgaben lassen Gewinn einbrechen
Höhere Kosten, insbesondere bei der grössten Kostenstelle Personal (+7,9% auf 237 Mio CHF), führten beim Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA zu einem Rückgang um 0,8% auf 64,5 Mio CHF. Die entsprechende Marge reduzierte sich auf 12,6% von 13,4%.

Der Reingewinn ging aufgrund höherer Abschreibungen und Finanzausgaben gar um rund ein Drittel auf 3,77 Mio CHF zurück. Die Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende von 0,55 CHF erhalten.

Erstes Quartal mit Umsatz- und Margensteigerung
Im ersten Quartal 2016 wurde ein um 1,9% höherer Nettoumsatz von 125,5 Mio CHF erzielt, heisst es weiter. Der EBITDA verbesserte sich um 44% auf 18,2 Mio CHF und die Marge kletterte auf 14,5% von 10,2% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im zweiten Quartal sei geplant, eine neue Obligation auszugeben, um die im August 2016 fällig werdende Anleihe zurückzubezahlen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 600 Mio CHF in Aussicht und damit eine Umsatzsteigerung gegenüber 2015. Zudem wird das Mittelfrist-Ziel bestätigt, demzufolge eine EBITDA-Marge von über 20% angepeilt wird. (awp/mc/upd/ps)

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