Aevis Victoria wächst dank Akquisitionen

Antoine Hubert
Antoine Hubert, Delegierter des Verwaltungsrates, Aevis Victoria. (Foto: Aevis)

Freiburg – Die Aevis Victoria-Gruppe ist im ersten Quartal 2020 akquisitionsbedingt deutlich gewachsen. Die Coronavirus-Pandemie wird aber insbesondere den Hotellerie-Zweig von Aevis in diesem Jahr noch stark beeinträchtigen.

Der konsolidierte Umsatz hat in den Monaten Januar bis März um 9,9 Prozent auf 194,8 Millionen Franken zugenommen. Gewachsen ist die Gruppe laut einer Medienmitteilung vom Dienstag dank der Übernahmen der Privatklinik Belair, der Hotels Mont Cervin Palace und Monte Rosa sowie des Hotels Intercontinental in Davos.

Die Privatspitalgruppe Swiss Medical Network verzeichnete einen um knapp 5 Prozent gesunkenen Umsatz von 152,3 Millionen Franken. Auslöser dafür war das vom Bundesrat am 20. März 2020 erlassene Verbot nicht dringlicher medizinischer Eingriffe. Im Januar und im Februar hätten die Aktivitäten noch zugenommen.

Der Umsatz im Hotelsegment stieg akquisitionsbedingt deutlich auf 38,3 Millionen Franken, nach 12,5 Millionen im Vorjahr. Die vorzeitige Schliessung der Berghotels habe die Wintersaison nur geringfügig beeinträchtigt. Der Rest des Jahres werde aber für die Tourismus- und Hotellerie-Branche „sehr schwierig“.

Hotel gehen teilweise auf
Die Auswirkungen der Pandemie auf die internationalen Kunden werden wahrscheinlich noch einige Jahre andauern, erklärte Aevis. Die Stadthotels etwa seien am 11. Mai 2020 wieder eröffnet worden, das Grand Hotel Victoria-Jungfrau gehe am 29. Mai auf.

Doch gerade die Luxushotels seien auf den Inlandtourismus angewiesen, um die Stornierungen internationaler Gäste wenigstens teilweise auszugleichen. Wie es mit den Bergdestinationen weitergeht werde entschieden, sobald sich die Visibilität im internationalen Reiseverkehr verbessert habe.

Die Spitäler der Gruppe durften derweil am 27. April 2020 ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen. Die meisten arbeiteten wieder auf einem „üblichem“ Auslastungsniveau. Nun rechne man in den nächsten Monaten mit einer „Aufholjagd“. Gleichzeitig würden jedoch die Kosten für die höheren Sicherheitsanforderungen steigen.

Weitere Akquisitionen
Aevis wird ferner eine ausstehende Anleihe über 55 Millionen Franken Ende Juni zurückzahlen. Falls sich die Situation normalisiere, schliesse die Gruppe nicht aus, im zweiten Quartal 2020 an die Finanzmärkte zu gelangen. Ziel sei es, weiteres Wachstum zu finanzieren und Akquisitionschancen zu nutzen. (awp/mc/ps)

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