Alpiq im ersten Quartal nur noch knapp in der Gewinnzone – Ausblick bleibt trüb

Jasmin Staiblin
Alpiq-CEO Jasmin Staiblin. (Foto: Alpiq)

Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin. (Foto: Alpiq)

Neuenburg – Alpiq hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014 weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Die anhaltend tiefen Strompreise an den Grosshandelsmärkten belasten den Energiekonzern. Auch für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem deutlich tieferen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

In den ersten drei Monaten setzte Alpiq einen im Vergleich zum Vorjahresquartal stabilen Betrag von rund 25’900 Gigawattstunden (GWh) Energie ab. Davon waren rund 5’200 GWh (VJ 5’800) aus eigener Produktion, wie Alpiq am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz sank somit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13% auf 2,1 Mrd CHF, das EBITDA sank um fast zwei Drittel auf 156 Mio CHF und der EBIT um 42% auf 94 Mio. Der Reingewinn verminderte sich in der Folge um 89% auf 7 Mio von 65 Mio im Vorjahresquartal.

Milder Winter bremst Produktion
Die anhaltend tiefen Grosshandelspreise setzten die konventionelle Kraftwerksproduktion unter Druck, heisst es. Hinzu gekommen sei ein milder Winter in Europa, weshalb der Kraftwerkspark weniger eingesetzt wurde. So wurden die Schweizer Wasserkraftwerke und die ausländischen Gas-Kombikraftwerke weniger eingesetzt.

Aufgrund der Inbetriebnahme eines neuen Blocks im tschechischen Kraftwerk Kladno lag die Stromproduktion aus Kohle hingegen über der Vergleichsperiode im Vorjahr. Das Grosshandelsgeschäft in Zentral- und Osteuropa entwickelte sich laut Alpiq entsprechend der Erwartungen stabil.

Auch das Handelsgeschäft und die Energiedienstleistungen hätten sich stabil entwickelt, so das Unternehmen.

Reingewinn weit unter Schätzungen der ZKB
Mit den Ergebnissen hat Alpiq die Erwartungen der ZKB beim Umsatz und beim Gewinn verfehlt. Die Bank schätzte nämlich den Umsatz auf 2,25 Mrd CHF und den Reingewinn auf 51 Mio.

Für das laufende Jahr rechnet Alpiq angesichts anhaltend tiefer Grosshandelspreise für Strom mit einem 30 bis 40% tieferen EBITDA im Vergleich zum Vorjahr. 2013 lag dieser bei 796 Mio vor Sondereinflüssen.

Der Umbau der Gruppe vom kapitalintensiven Stromproduzenten hin zu einem Energiedienstleistungsunternehmen werde weiter vorangetrieben, so die Mitteilung. Das Management habe zudem die notwendigen operativen Massnahmen zur weiteren Kostenreduktion eingeleitet. (awp/mc/ps)

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