Aluflexpack mit deutlichem Wachstum im ersten Halbjahr

Igor Arbanas
Igor Arbanas, CEO Aluflexpack. (Foto: zvg)

Reinach – Der Verpackungskonzern Aluflexpack hat trotz der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr den Wachstumskurs fortgesetzt. Das Geschäft in den meisten Endmärkten legte zu und die Profitabilität konnte gesteigert werden. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bekräftigt.

Konkret wuchs der Nettoumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14 Prozent auf 115,5 Millionen Euro. Die Nachfrage habe sich in fast allen Endmärkten gut entwickelt, teilte das auf aluminiumbasierte Verpackungen spezialisierte Unternehmen am Montag mit. Man habe eine starke Wachstumsdynamik in einem herausfordernden Umfeld gesehen, heisst es weiter.

Der um Einmaleffekte bereinigte Betriebsgewinn stieg um 24 Prozent auf 17,3 Millionen Euro. Die entsprechende EBITDA-Marge erreichte 15,0 Prozent, nach 13,8 Prozent im ersten Halbjahr 2019. Die bessere Profitabilität sei vor allem auf Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Diese wogen stärker als vorübergehende Kostensteigerungen im Zusammenhang mit Covid-19.

Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 2,7 Millionen Euro übrig, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 8,0 Millionen ausgewiesen wurde. Der Börsengang im Juni 2019 hatte zu hohen Einmaleffekten geführt.

Kaffee, Tiernahrung und Pharma ziehen
Das Unternehmen sei in schnell wachsenden Endmärkten stark positioniert. Zudem sei es gelungen, in einer Phase von Unsicherheit geprägten Phase den Kundenanforderungen durch Agilität, Flexibilität und Qualität gerecht zu werden. Insbesondere bei Kaffee und Tee (+39%), Tiernahrung (+18%), Molkereiprodukte (+16%) und Pharma (+15%) war das Wachstum stark. Demgegenüber habe das Produktsegment Süsswaren (-18%) aufgrund der Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie und des schwächeren Ostergeschäfts ein Minus verbucht.

Die Lieferketten wurden stets aufrechtzuerhalten. Alle Produktionsanlagen seien durchgehend voll funktionsfähig gewesen, schreibt Aluflexpack weiter. Für die Sicherstellung der Kontinuität habe sich die strikte Einhaltung von Schutzmassnahmen und Hygienerichtlinien als unabdingbar erwiesen.

Für das Gesamtjahr 2020 geht das Management weiter von einer Steigerung beim Umsatz auf 220 bis 230 Millionen Euro aus. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 207,9 Millionen Euro. Das EBITDA vor Einmaleffekten wird in einer Spanne von 32 bis 35 Millionen erwartet.

Die Nachfrage nach den Produktlösungen von Aluflexpack dürfte auch für den Rest des Jahres stabil bleiben. Die genauen Auswirkungen der Pandemie auf die Ergebnisentwicklung könnten aus heutiger Sicht nicht vollständig beurteilt werden, so das Unternehmen. (awp/mc/ps)

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