Ascom 2015 mit deutlich weniger Umsatz

Fritz Mumenthaler

Ascom-CEO Fritz Mumenthaler. (Foto: Ascom)

Baar – Basierend auf den vorläufigen ungeprüften Ergebnissen und unter Anwendung der Swiss GAAP FER Reporting Standards erwirtschaftete Ascom im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund CHF 411 Mio (2014: CHF 437,7 Mio) und verzeichnete damit zu konstanten Wechselkursen ein Wachstum von rund 1,5% auf Gruppenstufe. Die Kosten für die im Dezember 2015 angekündigte Restrukturierung der Division Network Testing belaufen sich auf rund CHF 4 Mio. Unter Ausschluss dieser Restrukturierungskosten und unter Berücksichtigung der Umsetzung des angekündigten Investitionsprogramms erreichte Ascom für das Gesamtjahr 2015 eine EBITDA-Marge von rund 11,5% (2014: 14,8%). Per 31. Dezember 2015 weist Ascom eine Nettoliquidität von netto CHF 37,3 Mio (2014: CHF 27,1 Mio) aus, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die Division Wireless Solutions erwies sich demnach erneut als stabiles Geschäft mit guter Profitabilität. Die Division steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,8% zu konstanten Wechselkursen und erwirtschaftete einen Umsatz von rund CHF 304 Mio (2014: CHF 318,8 Mio). Trotz zusätzlicher Ausgaben im Rahmen der Umsetzung des im Januar 2015 angekündigten Investitionsprogramms im Umfang von rund CHF 6 Mio erreichte die Division eine EBITDA-Marge von rund 15%.

Schwieriges Marktumfeld für Network Testing
Die Division Network Testing litt unter schwierigen Marktbedingungen und erreichte bei einer Umsatzeinbusse von 4,5% zu konstanten Wechselkursen einen Umsatz von rund CHF 107 Mio (2014: CHF 119,0 Mio). Unter Ausschluss der Restrukturierungskosten von rund CHF 4 Mio betrug die EBITDA-Marge rund 3%. Die Umsatzeinbusse der Division gegenüber dem Vorjahr lässt sich einerseits mit dem im Dezember 2015 kommunizierten Umsatzverlust von USD 8 Mio aufgrund der Verschiebung von Investitionen eines bedeutenden Mobilfunknetzbetreibers in den USA sowie andererseits mit dem Umsatzrückgang bei der im Dezember 2015 veräusserten Produkteinheit Systems & Solutions im Umfang von CHF 4 Mio erklären.

Das Testing Business der Division (unter Ausschluss der per Ende Jahr veräusserten Produkteinheit Systems & Solutions) erreichte bei einem Umsatz von rund CHF 94 Mio unter Ausschluss der Restrukturierungskosten eine EBITDA-Marge von rund 6%.

Unveränderte Dividende von CHF 0,45 je Aktie
Ascom erwartet aus heutiger Sicht für das Jahr 2015 einen Reingewinn in der Grössenordnung von rund CHF 24 Mio. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von CHF 0,45 je Aktie beantragen, dies in Würdigung der anhaltend soliden Geschäftsentwicklung der Division Wireless Solutions.

Ausblick für 2016
Die Division Wireless Solutions, die rund 75% zum Geschäft der Gruppe beisteuert, erzielte im Jahr 2015 weitere Fortschritte in ihrer Transformation zu einem führenden Anbieter von Healthcare ICT-Lösungen. Ascom bestätigt die Ziele für die Division Wireless Solutions, wonach in den Jahren 2016 und 2017 ein Umsatzwachstum von 5 – 10% zu konstanten Wechselkursen bei einer EBITDA-Marge von 14 – 18% erreicht werden soll.

In der Division Network Testing wurde einerseits das im Dezember 2015 angekündigte Restrukturierungsprogramm bereits im Januar 2016 weitgehend umgesetzt und andererseits verschiedene Wachstumsinitiativen wie die Partnerschaft mit Ranplan lanciert. Die Gespräche mit interessierten Parteien zur Evaluation strategischer Optionen für die Division Network Testing kommen voran.

Ascom wird weitere Informationen sowie die vollständige Jahresrechnung und den Geschäftsbericht 2015 anlässlich der Bilanzmedienkonferenz vom 9. März 2016 veröffentlichen. (Ascom/mc/ps)

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