avenir suisse berechnet monatliche Kosten eines umfassenden Shutdown auf 29 Mrd Franken

Coronavirus
(Photo by Alec Favale on Unsplash)

Zürich – Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt in Atem. Um der Ausbreitung Herr zu werden, wurden diverse einschneidende Massnahmen ergriffen. So erfolgte mit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat bereits ein massiver Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit. Doch schon werden weitergehende Forderungen nach einem umfassenden Shutdown der Wirtschaft laut. Dass die Wirtschaft komplett stillsteht, ist in unserer arbeitsteiligen und hochkomplexen Gesellschaft undenkbar. Zu viel hängt voneinander ab, das gilt gerade auch für die Lebensmittelversorgung und das Gesundheitswesen. Was aber würde ein umfassender Shutdown bedeuten, wie ihn das Nachbarland Italien unlängst verhängt hat?

In dieser neuen Avenir-Suisse-Analyse werden die Kosten bei einer solchen weitgehenden Stilllegung der Wirtschaft identifiziert und quantifiziert. Basierend auf äusserst konservativen Annahmen müsste monatlich mit einer Einbusse bei der Wertschöpfung von fast 29. Mrd. Fr. gerechnet werden; hochgerechnet auf ein Jahr entspräche dies mehr als der Hälfte aller in der Schweiz produzierten Waren und Dienstleistungen. Zu erwartende dynamische Negativeffekte sind dabei noch nicht einmal miteingerechnet.

Die enormen volkswirtschaftlichen Kosten eines solchen umfassenden Shutdown legen nahe, dass zielgerichtetere Massnahmen dringend geprüft werden müssen, die eine Aufrechterhaltung der Wirtschaftstätigkeit unter Einhaltung gesundheitspräventiver Massnahmen ermöglichen. Auch in ausserordentlichen Zeiten gilt es, Augenmass zu wahren, denn aus gutem Grund hält Art. 5 Abs. 2 unserer Bundesverfassung fest: «Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein.»

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