Baukonjunktur 2014: Ende des Rekordjahres

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(Foto: C. Schiller - Fotolia.com)

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Zürich – Der Bauindex Schweiz schliesst das Jahr 2014 2.9% unter dem Vorquartal und 4.2% unter dem Vorjahresquartal. Mit Ausnahme des Ausbauindex, der üblicherweise verzögert reagiert, zieht sich die Korrektur durch alle Bausparten hindurch, wie aus einer Mitteilung von Credit Suisse Economic Research vom Donnerstag hervorgeht.

Der Hochbauindex sinkt gegenüber dem 3. Quartal um 4.4%. Haupttreiber dieses Rückgangs ist der Wohnungsbau, der nach neuem Höchststand im Vorquartal um 5.9% nachgibt. Es dürfte sich um eine temporäre Schwächephase handeln, die als Korrektur der ansonsten sehr hohen Dynamik des Jahres 2014 zu verstehen ist. Ausserdem macht sich in der Indexkomponente Wohnungsbau mit rund einem Jahr Verzögerung die veränderte Ausgangslage beim Bau von Zweitwohnungen bemerkbar, die ab 2013 für eine markant schwächere Wohnraumplanung im Alpenraum gesorgt hat.

Kein Einbruch im Wohnbau erwartet
Die Korrektur sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Höhepunkt im Wohnungsbau zwar überschritten sein dürfte, jedoch nicht mit einem Einbruch zu rechnen ist. So wurden zum Beispiel im 2. Quartal 2014 so viele Baubewilligungen für neue Wohnungen erteilt wie in keinem 2. Quartal seit Messbeginn. Diese Planung wird auch im nächsten Jahr noch für ein hohes Bauvolumen sorgen. Im Tiefbau sind die Schwächesignale dagegen deutlicher. Die Indexkomponente gibt um 4.1% nach. Zwar sollte auch im Tiefbau der solide und langfristig ausgerichtete Auftragsbestand einen Einbruch verhindern. Auslaufende Grossprojekte und sparsamere öffentliche Haushalte sprechen aber dafür, dass auch im Tiefbau der Zenit überschritten ist. (Credit Suisse/mc/ps)

 

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