Beim auswärts Essen wurde auch 2012 gespart

Klaus Künzli

Klaus Künzli, Präsident GastroSuisse. (Foto: manuelstettler.ch)

Bern – Die Schweizer Bevölkerung hat auch 2012 weniger Geld für Restaurantbesuche ausgegeben. Die Einbusse der Gastrobranche ist mit 2% aber weniger dramatisch als 2011, als der Umsatz um 7% zurückging. Insgesamt flossen letztes Jahr 23,8 Mrd CHF (2011: 24,2 Mrd) in die Kassen des Gastgewerbes, wie GastroSuisse bekannt gab.

Der Branchenverband führt den Rückgang auf die ungünstige Wirtschaftslage und den starken Franken zurück. Beides halte nicht nur ausländische, sondern auch inländische Gäste fern. Zuversichtlich stimmt GastroSuisse, dass sich der Abwärtstrend verlangsamt.

Kantinen und Schnellverpflegung gefragt
Durchschnittlich gab ein inländischer Gast im letzten Jahr 2988 CHF für Essen und Trinken auswärts aus. Mehr als die Hälfte davon wurde für das Mittagessen ausgegeben – meist von Berufstätigen, die sich im Restaurant oder in einer Kantine verpflegen. Immer beliebter ist in der Bevölkerung die kostengünstige Verpflegung in Kantinen oder über die Gasse. Beide Sektoren konnten beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zulegen: die Kantinen um 4,4% und die Schnellverpflegung um 5%.

Fast 2500 Jobs weniger
Wegen des allgemeinen Umsatzrückgangs gingen im Gastrosektor letztes Jahr 2447 Vollstellen verloren – 2011 mussten gar 10’000 Stellen gestrichen werden. Die Gastgewerbe- und Hotelbranche bleibt aber mit 214’808 Beschäftigen einer der grössten Arbeitgeber der Schweiz, wie Gastrosuisse betont. Die Branche bilde jährlich 9000 Lehrlinge aus.

Leitlinie für Hygiene-Standards
Der Branchenverband lanciert im laufenden Jahr eine neue Hygiene-Leitlinie. Sie fasst die für das Gastgewerbe wichtigen Inhalte aus drei Gesetzen und 40 Verordnungen zusammen und soll den Gastro-Unternehmern helfen, ihren Betrieb rechtskonform zu führen.

Laut GastroSuisse wurde die Leitlinie Ende 2012 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt. Sie soll zum Standard für die Branche werden. Gleichzeitig wehrt sich Gastrosuisse gegen einen «immer weiter wuchernden Vorschriften-Dschungel», wie der Branchenverband schreibt. (awp/mc/pg)

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