BFS: Mittlere Jahresteuerung 2014 von -1,1 Prozent

Konsum Teuerung
(Bild: Schlierner - Fotolia.com)

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Neuenburg – Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Dezember 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Sein Stand beträgt 96,1 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ein Rückgang von 2,1 Prozent zu verzeichnen. Im Jahresdurchschnitt sank das Preisniveau gegenüber 2013 um 1,1 Prozent.

Die durchschnittliche Jahresteuerung 2014 entspricht der Veränderungsrate zwischen dem Jahresmittel 2014 und dem Jahresmittel 2013. Das Jahresmittel berechnet sich als arithmetischer Durchschnittswert der 12 Monatsindizes des Kalenderjahres. Über das gesamte Jahr 2014 betrachtet war ein Rückgang des Preisniveaus gegenüber 2013 um 1,1 Prozent zu verzeichnen, wobei die Preise der inländischen Produzenten um 0,8 Prozent sanken, während die Importpreise um 1,8 Prozent zurückgingen. In der Gesamtbilanz des Jahres 2014 wiesen die meisten Produktgruppen einen Preisrückgang auf, wobei insbesondere Erdöl und Erdölprodukte, chemische und pharmazeutische Produkte sowie Uhren tiefere Preise als im Vorjahr verzeichneten.

Im Dezember leichter Rückgang der Produzentenpreise
Der Produzentenpreisindex ging im Dezember 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Sein Stand liegt bei 97,2 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Preisrückgang von 1,7 Prozent. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat registrierte man insbesondere für Mineralölprodukte. Dasselbe gilt für Rohmilch und Gusserzeugnisse. Preiserhöhungen verzeichneten dagegen isolierte Elektrokabel.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent, während die Exportpreise unverändert blieben. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 2,2 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen 1,3 Prozent betrug.

Deutlich tiefere Importpreise
Der Importpreisindex zeigte im Dezember 2014 einen Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 93,7 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 3,0 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Erdöl (roh), Treibstoff und Heizöl. Billiger wurden auch Zitrusfrüchte, Stahl und verarbeiteter Stahl. Höhere Preise beobachtete man demgegenüber für Getreide, sonstiges Obst und Nüsse sowie Computer. (BFS/mc/ps)

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