BKW steigert Reingewinn in H1 um rund ein Viertel

Kurt Rohrbach
VSE-Präsident Kurt Rohrbach.

BKW-CEO Kurt Rohrbach.

Bern – Der Versorger BKW hat im ersten Halbjahr unter dem Strich mehr verdient. Auch auf Stufe Umsatz vermochte das Unternehmen sich etwas zu verbessern. Grund für den höheren Gewinn sind unter anderen die eingeleiteten Kostensparmassnahmen, die jedoch noch nicht vollumfänglich greifen. Für das laufende Jahr geht die Gruppe von einem weiterhin schwierigen Umfeld aus.

BKW weist für das erste Halbjahr 2012 ein Plus der konsolidierten Gesamtleistung um 1,8% auf 1,37 Mrd CHF aus. Der Umsatz lag bei 1,31 Mrd CHF nach 1,29 Mrd im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBITDA) verbesserte sich um knapp 16% auf 255,2 Mio CHF, der EBIT um 10% auf 155,9 Mio und der Reingewinn um 24% auf 112,3 Mio CHF, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Reingewinn wurde unter anderem von einem höheren Finanzergebnis unterstützt, das von der Entwicklung an den Aktienmärkten profitierte.

Insgesamt ging der Elektrizitätsabsatz mit 9’748 GWh um 9% zurück. Die Stromproduktion verringerte sich um 96 GWh auf 5465 GWh.

Sparprogramm auf Kurs
Das Ergebnis sei geprägt gewesen von anhaltend tiefen Energiepreisen, der höheren Produktion aus erneuerbaren Energien sowie den positiven Effekten aus dem eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm. Zur Verbesserung des EBITDA hätten das Energie- und Netzgeschäft sowie die Kostensparmassnahmen beigetragen. Das Sparprogramm schreite „planmässig“ voran und soll bis 2015 umgesetzt werden. Bisher wurden über alle Geschäftsbereiche hinweg mehr als 100 Massnahmen entwickelt, die ein Kostenreduktionspotenzial von rund 95 Mio CHF aufweisen, hiess es weiter. Das Programm beinhalte auch den Abbau von 255 Stellen.

Stromtarife: Keine generellen Anpassungen
Bei den Strompreisen von 2013 beabsichtigt die Gruppe keine generellen Anpassungen vor. Einzelne geringfügige Erhöhungen seien aber nicht ausgeschlossen. Die Finanzierung der Investitionen im Produktions- und Netzbereich wird in Zukunft aber einen Anstieg der Preise notwendig machen, schreibt BKW.

Weiterhin schwieriges Umfeld
Im Ausblick für das zweite Halbjahr geht die Gruppe von einem unverändert anspruchsvollen Marktumfeld mit weiterhin tiefen Energiepreisen und hohem Druck auf die Margen aus. Auch die regulatorischen Vorgaben und der weiterhin starke Schweizer Franken würden das operative Ergebnis des gesamten Geschäftsjahres belasten.

Positive Effekte würden dagegen das Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm bringen, auch wenn die Massnahmen noch nicht vollumfänglich wirken würden. Im Gesamtjahr 2012 könne der EBITDA als auch der Reingewinn „deutlich von der Höhe der bereinigten Werte des Jahres 2011 abweichen.“ (awp/mc/pg)

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