Bobst erleidet im ersten Semester deutlichen Verlust

Bobst erleidet im ersten Semester deutlichen Verlust
Bobst-Werk in Grenchen. (Bild: Bobst)

Mex – Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat im ersten Halbjahr 2026 einen höheren Verlust erlitten als im Vorjahr. Umsatz und Auftragseingang gingen nach dem Einbruch im ersten Semester 2025 noch einmal zweistellig zurück.

Der Umsatz reduzierte sich um 12 Prozent auf 590 Millionen Franken und der Auftragseingang um 11 Prozent auf 667 Millionen, wie das Westschweizer Unternehmen am Dienstag bekanntgab. Volumen- und Preiseffekte haben dabei den Umsatz per Saldo um 54 Millionen gedrückt und negative Währungseffekte um knapp 24 Millionen.

Ein Zusammenspiel aus den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, der Unsicherheit über die US-Handels- und Zollpolitik sowie dem anhaltenden Inflationsdruck habe die Situation für die Kunden schwieriger gemacht, begründet Bobst den Rückgang. Infolgedessen seien die Investitionszyklen länger geworden, was sich direkt auf die Auftragseingänge auswirkt habe.

Operativer Verlust
Das schwache Marktumfeld resultierte auch in einem operativen Verlust. Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf -25,0 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr noch ein knappes Plus von 5,4 Millionen resultiert hatte. Dieser Verlust sei hauptsächlich auf das geringere Volumen zurückzuführen, was nur teilweise durch niedrigere Fixkosten ausgeglichen werden konnte.

Schuld an diesem Taucher ist der Geschäftsbereich Maschinen (Printing & Converting), der einen operativen Verlust von 58,9 Millionen einfuhr. Dagegen war das operative Ergebnis der Service- und Ersatzteil-Sparte mit 34,7 Millionen Franken klar positiv.

So hat sich auch das Reinergebnis noch einmal verschlechtert. Unter dem Strich musste Bobst einen Verlust von 33 Millionen hinnehmen, im Vorjahressemester waren es lediglich 3,3 Millionen.

Umsatz und Gewinn unter Vorjahr erwartet
Der Ausblick von Bobst ist entsprechend zurückhaltend. Umsatz und Ergebnisse im Gesamtjahr 2026 dürften im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfallen, heisst es. Allerdings erwartet die Gruppe im Vergleich zum ersten Semester ein insgesamt stärkeres zweites Halbjahr.

Allerdings könnte eine Reihe von Unsicherheiten weiterhin den Auftragseingang und folglich auch die Jahresergebnisse belasten. Um das Vertrauen der Konsumenten und Kunden wiederherzustellen und Investitionsentscheide zu stützen, sei ein stabileres und vorhersehbareres geopolitisches Umfeld unerlässlich. (awp/mc/ps)

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