Bobst steigert 2017 den Gewinn deutlich und zahlt mehr Dividende

Jean-Pascal Bobst
Bobst-CEO Jean-Pascal Bobst. (Foto. Bobst)

Mex – Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat im Geschäftsjahr 2017 ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Nebst dem konjunkturellen Rückenwind halfen dabei auch Steuereffekte. Die mittelfristigen Ziele wurden gleichzeitig erhöht.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte um gut 14% auf 118,7 Mio CHF und die entsprechende Marge um 60 Basispunkte auf 7,8% zu. Die Verbesserung sei auf höhere Umsätze, eine „optimale“ Auslastung der Produktionskapazitäten sowie auf Massnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Allerdings gab es auch negative Effekte wie etwa Investitionen in Wachstum und in den Bereich Digitaldruck, allgemeiner Margendruck sowie Restrukturierungskosten für ein Werk in Deutschland. Dies belastete das Ergebnis der Division Web-fed mit gut 10 Mio CHF, was zu einem Betriebsverlust der Division von 7 Mio führte.

Deutliche Gewinnsteigerung
Der Reingewinn erhöhte sich im Vergleich zum EBIT etwas deutlicher, und zwar um über ein Viertel auf 106,9 Mio. Bereits Ende Januar hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass steuerliche Sondereffekte in den USA und dank tieferen Sätzen im Kanton Waadt die Steuerbelastung um rund 15 Mio CHF senken werden. Die Aktionäre sollen am verbesserten Ergebnis über eine deutlich erhöhte Dividende – 2,60 nach 1,70 CHF – partizipieren.

Der Umsatz stieg um 5,7% auf 1,53 Mrd CHF und liegt damit im Bereich der erst im vergangenen November erhöhten und im Januar noch einmal bestätigten Prognose. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen ergab sich ein organisches Wachstum bzw. ein Volumenzuwachs von 4,7%.

Von den verschiedenen Division legten alle zu. Die grösste – Sheet-fed-Produkte – erreichte ein Plus von 4,4% auf 745 Mio CHF. Dabei fiel die Nachfrage nach Produkten für die Wellpappenindustrie besser aus als diejenige für die Faltschachtelindustrie, welche stabil blieb. Die Verkäufe in der Division der Web-fed-Produkte erhöhten sich um 6,9% auf 330 Mio und der Umsatz mit Dienstleistungen und Ersatzteilen um 7,1% auf 453 Mio CHF.

Mittelfristziele erhöht
Von den Regionen ist weiterhin Europa mit einem Umsatzanteil von rund 45% die grösste, die Region Asien/Ozeanien, die erklärte Wachstumsregion von Bobst, hat den Umsatzanteil aber auf knapp 24% ausgebaut. Der amerikanische Kontinent steuerte knapp 29% zum Umsatz bei und ein ganz kleiner Teil der Verkäufe kam aus Afrika.

Für das Geschäftsjahr 2018 stellt das Unternehmen einen Umsatz und einen EBIT leicht über den Vorjahreswerten in Aussicht. Gleichzeitig werden die bisherigen Mittel- und Langfristziele erhöht: Neu wird ein Umsatz von 1,6 bis 1,7 Mrd CHF angestrebt, eine EBIT-Marge von mindestens 8% sowie eine Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 20%. Mit der Lancierung eines neuen Programms unter dem Namen „Ambition 2020“ will Bobst zudem die Kompetenzen im Bereich des Digitaldrucks weiter verbessern und das Software-Angebot ausbauen. (awp/mc/ps)

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