Bobst bekräftigt Prognosen für 2013 – Aussichten für 2014 gemischt

Jean-Pascal Bobst

Jean-Pascal Bobst, CEO Bobst (Foto: Bobst)

Prilly –  Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat anlässlich eines Investorentages die bisherigen Prognosen vom August für das Gesamtjahr bestätigt und präzisiert. Nach einem Verlust im Halbjahr dürfte das Unternehmen klar in die Gewinnzone vorrücken. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014 zeigt sich Bobst zurückhaltend.

Das Westschweizer Unternehmen stellt für das Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz zwischen 1,32 und 1,34 Mrd CHF in Aussicht. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte aus organischem Wachstum, während Konsolidierungseffekte und die Währungen per Saldo keinen Effekt hatten, wie CEO Jean-Pascal Bobst anlässlich eines Investorentages erklärte. Damit hält das Unternehmen an den Prognosen vom Sommer fest. Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im vergangenen August rechnete Bobst für das Gesamtjahr 2013 mit einem Umsatz über dem Vorjahreswert von 1,26 Mrd CHF. Auch für den operativen und den Reingewinn stellte Bobst eine Verbesserung gegenüber den Zahlen von 2012 in Aussicht.

Operativer Gewinn soll sich verdoppeln
«Der operative Gewinn dürfte sich 2013 gegenüber dem Vorjahr mindestens verdoppeln», sagte Finanzchef Attilio Tissi. Diese Aussage bezieht sich auf die um den IAS-Einfluss bereinigte Grösse des EBIT vom Vorjahr von 19 Mio CHF, wie er am Rande der Veranstaltung gegenüber AWP erklärte. Somit kommt der EBIT im zu Ende gehenden Jahr auf gegen 40 Mio zu liegen. Das publizierte und bereinigte Reinergebnis lag im Vorjahr bei -5,0 Mio und im ersten Semester wies Bobst gar einen Reinverlust von 13,0 Mio CHF aus. Im Gesamtjahr dürfte der Reingewinn allerdings in den positiven Bereich vorstossen und wohl knapp zweistellig werden, wie Tissi anfügte. Nach mehreren Jahren ohne Dividende könnte damit für die Aktionäre im kommenden Frühjahr wieder eine Ausschüttung anstehen. «Die Auszahlung einer Dividende ist wahrscheinlich», sagte Tissi. Er berief sich dabei auf Aussagen des Verwaltungsrat, welcher eine solche in Aussicht gestellt habe, sofern der Reingewinn zweistellig ausfalle. Mit einem EBIT von rund 40 Mio CHF sowie dem für das Gesamtjahr in Aussicht gestellten Umsatz von 1,32 bis 1,34 Mrd CHF ergäbe sich eine EBIT-Marge von rund 3%. Mit den umgesetzten Sparmassnahmen der letzten Jahre und den noch immer laufenden Anstrengungen zur Verbesserung der Profitabilität will Bobst die Gewinnmarge weiter steigern.

Gemischte Aussichten für 2014
Die mittelfristigen finanzielle Ziele bis 2015 wurden denn auch erneut bestätigt: So will das Unternehmen dank organischem Wachstum zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzvolumen von 1,3 bis 1,4 Mrd CHF erreichen, sowie ein ROCE (Return on Capital Employed) von 9 bis 12% und eine Umsatzrendite (EBIT) von mindestens 7% erwirtschaften. Die Eigenkapitalquote solle ungefähr 35% betragen und die Ausschüttungsquote zwischen 30 und 50% des Jahresüberschusses. Allerdings hatte Bobst letztmals für 2007 eine Dividende ausbezahlt. Die Erreichung der Mittelfristziele sei zwar schwierig, sagte dazu CEO Jean-Pascal Bobst, «aber wir werden alles tun, um diese zu erreichen.» Für 2014 hatte das Unternehmen eine gegenüber 2013 flache bis leicht rückläufige Umsatzentwicklung angekündigt sowie eine Seitwärtsentwicklung beim operativen Gewinn. Laut Tissi wird sich der um Sonderkosten bereinigte Gewinn aber weiter verbessern. Somit sei insgesamt auch für 2014 mit einer weiteren Verbesserung der Marge zu rechnen.

Insgesamt sieht Bobst für 2014 eine «Navigation um zahlreiche Hindernisse» auf sich zukommen und erwartet eine volatile Entwicklung innerhalb der einzelnen Quartale. Die Weltkonjunktur sei noch immer fragil und wegen ungelöster struktureller Fragen, der politischen Blockierung in den USA und der ungewissen politischen Lage in zahlreichen Ländern bestünden viele Risiken.
Börse bleibt skeptisch
An der Börse wurden die Angabenmmit Skepsis aufgenommen, am frühen Nachmittag verzeichnet der Titel ein Minus von 4,2% auf 31,10 CHF.. (awp/mc/cs)

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