Calida 2013: Lafuma belastet Gewinn – Schwieriges 2014 erwartet

Felix Sulzberger

Felix Sulzberger, CEO Calida. (Foto: Calida)

Sursee – Die Wäscheherstellerin Calida hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 zwar den Umsatz gesteigert, aber ein tieferes Ergebnis erzielt. Hierbei spielten die Kosten im Zusammenhang mit der Lafuma-Transaktion eine Rolle, zudem wurde der Vorjahres-EBIT von Sondereffekten positiv beeinflusst. Mit der erworbenen Mehrheit an Lafuma wird Calida einen deutlichen Umsatzsprung machen – der Gruppenumsatz soll 2014 verdoppelt werden. Im Ergebnis wird sich der Neuzugang aber noch nicht widerspiegeln.

Der Bruttoumsatz stieg um 3,9% auf 211,0 Mio CHF, der Nettoumsatz erhöhte sich um 3,8% auf 206,4 Mio. Der EBIT vor Einmalkosten sackte um gut 14% auf 23,4 Mio ab, er war aber im Vorjahr durch einen Immobilienverkauf begünstigt worden. Inklusive der Kosten von 2,4 Mio, die unter anderem im Zusammenhang mit der Lafuma-Transaktion stehen, lag der EBIT bei 21,0 Mio. Diese Akquisition belastete – wie bereits angekündigt – auch den Reingewinn, der mit 10,6 Mio nur noch etwa halb so hoch ausfiel wie im Vorjahr.

Der Generalversammlung soll derweil eine unveränderte Dividende von 0,80 CHF je Aktie vorgeschlagen werden.

Marken Calida und Aubade weiter stark – Fokus auf Lafuma-Restrukturierung
Beide Marken (Calida und Aubade) trugen zum Umsatzwachstum bei. Der Umsatz der Marke Calida stieg um 2,5% auf 142,1 Mio CHF, derjenige von Aubade sogar um 6,7% auf 68,9 Mio. Auch ergebnisseitig verlief das Jahr 2013 erfolgreich – so lag die operative EBIT-Marge bei Calida bei über 15%, bei Aubade wurden über 12% erreicht.

Mit der Übernahme von Lafuma wird Calida umsatzmässig einen Sprung machen: So soll sich dieser durch die Vollkonsolidierung 2014 etwa verdoppeln. Der Fokus liege nun auf dem Turnaround der Marke; im laufenden Jahr soll bei Lafuma ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Die operative Reorganisation werde 2014 abgeschlossen. Unter anderem werden etwa 150 Stellen in Anneyron und Bordeaux abgebaut sowie 50 Stellen nach Annecy transferiert. Der Standort Paris werde geschlossen. Auch die Gruppenfunktionen sollen in die Calida-Gruppe integriert werden.

Schwieriges Jahr erwartet – Kaum positiver Beitrag von Lafuma
Insgesamt rechnet Calida für die Kernmarken Calida und Aubade aufgrund der Konsumentenstimmung in den Hauptmärkten mit einem recht schwierigen Jahr. Besonders in Frankreich habe sich die Wirtschaftslage verschlechtert. Dies sei zwar in der Schweiz und Deutschland besser, dafür sei dort die Wettbewerbsposition angespannt.

Dank der guten Marktpositionierung solle es aber gelingen, auch 2014 ein solides Gruppenergebnis zu erreichen. Dieses werde aber wohl leicht schwächer ausfallen als 2013, da Lafuma vorerst keinen wesentlichen Gewinnbeitrag leisten wird. Mittelfristig böten sich jedoch mit dem neuen Markenportfolio interessante Entwicklungsmöglichkeiten, besonders in internationalen Märkten.

Neben der bereits Anfang der Woche kommunizierten Änderung im Verwaltungsrat wird der Generalversammlung ein weiterer Kandidat vorgeschlagen. Hans-Kristian Hoejsgaard soll das Gremium verstärken. Wenn die Aktionäre dem zustimmen, wird der Verwaltungsrat der durch die Lafuma-Akquisition stark gewachsenen Gruppe auf acht von bislang sieben Mitglieder vergrössert. (awp/mc/ps)

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