Calida: Lafuma-Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu

Felix Sulzberger

Calida-CEO Felix Sulzberger. (Foto: Calida)

Sursee – Der Wäschehersteller Calida kommt bei der angestrebten Übernahme eines Mehrheitsanteils an der französischen Outdoor-Gruppe Lafuma einen Schritt weiter. Die Lafuma-Aktionäre haben anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag «mit einer grossen Mehrheit» der traktandierten Kapitalerhöhung zugestimmt, wie eine Lafuma-Sprecherin gegenüber AWP erklärte.

Diese ermöglicht dem Luzerner Unternehmen die Übernahme der Lafuma-Mehrheit. Calida hatte im Oktober die Absicht zur Aufstockung des Anteils auf über 50% von damals 15,27% bekannt gegeben. Der Lafuma-Verwaltungsrat nahm das Calida-Angebot dann Mitte November an und bezeichnete es als «im Interesse des Unternehmens, der Aktionäre und der Mitarbeiter». Die jetzige Zustimmung der Lafuma-Aktionäre für die Kapitalerhöhung, die bis Ende Januar abgeschlossen sein soll, war eine Bedingung für die Transaktion.

Drei Calida-Vertreter im Lafuma-VR
Die Lafuma-Aktionäre haben laut der Sprecherin auch drei Calida-Vertreter in den Verwaltungsrat bestellt, es sind dies der Generaldirektor der Calida-Tochter Aubade, Philippe Bernaud, Calida-CIO Daniel Gemperle und Calida-CFO Thomas Stöcklin.

Lafuma besitzt die Sportbekleidungsmarken Lafuma, Millet, Eider und Oxbow und erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 225 Mio EUR. Im Juni hatte das Unternehmen eine umfangreiche Restrukturierung angekündigt, nachdem es im ersten Semester einen Nettoverlust von 60 Mio CHF ausgewiesen hatte. Mit der Kapitalerhöhung soll laut Calida die Eigenmittelsituation von Lafuma so gestärkt werden, dass die Gesellschaft nach erfolgreicher Restrukturierung über eine solide Basis verfüge. (awp/mc/ps)

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