Cham Paper spürte 2015 starken Franken

Cham Paper Group

Cham – Der Spezialpapier-Hersteller Cham Paper Group (CPG) hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen. Belastet wurde das Ergebnis einerseits durch währungsbedingt höhere Zellstoffkosten und anderseits durch Sondereffekte der im Geschäftsjahr zu Ende gegangenen vierjährigen Restrukturierung. Nun sieht sich die Gesellschaft gut für die Zukunft aufgestellt und will nun das Betriebsergebnis steigern.

«Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir dank guter Marktverhältnisse und erfolgreicher Produkte das Volumen um 2,3% und den Umsatz in Lokalwährung um 2,4% steigern», sagte Urs Ziegler, scheidender Delegierter des Verwaltungsrates anlässlich der Bilanzmedienkonferenz. Cham Paper hätte gar mehr absetzen können, wäre es nicht zu Verzögerungen bei den Umbauten der Anlage in Italien gekommen, so Ziegler weiter. Zudem habe die Erstarkung des US-Dollars gegenüber dem Euro zu deutlich höheren Zellstoffkosten geführt, die nicht unmittelbar über Preissteigerungen hätten kompensiert werden können. In Franken verminderte sich der Umsatz um gut 10% auf 194,3 Mio.

Negativer Währungseinfluss belatet EBIT
Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierungen verringerte sich wegen des negativen Währungseinflusses im Umfang von 9,8 Mio um 93% auf 0,6 Mio. Die entsprechende Marge sank auf 0,3% von 4,1% im Vorjahr. Der EBIT nach Restrukturierungen nahm um knapp 59% auf 2,4 Mio ab. Darin enthalten sind zwei positive Effekte, einmal ein Betrag von 1,5 Mio aus dem im Zuge der Restrukturierung erfolgten Verkauf der Maschine in Cham, die 2011 wertberichtigt worden war und 2015 wieder aktiviert wurde, zum anderen Auflösung von Umstrukturierungsrückstellungen im Umfang von 0,3 Mio. Das Reinergebnis fiel mit 0,5 Mio (VJ 1,8 Mio) leicht positiv aus. An die Aktionäre soll eine unveränderte Dividende von 3,00 CHF pro Aktie bezahlt werden.

Cham Paper sei fast schuldenfrei und verfüge über Barmittel in Höhe von 41,5 Mio und damit knapp 10% mehr als im Vorjahr, ergänzte Luis Mata, Leiter Geschäftsbereich Papier. Die Eigenkapitalquote betrug 50,6% nach 52,8% im Vorjahr.

Der Nettoumsatz des Papierbereichs verringerte sich auf 193,4 Mio von 216,0 Mio im Vorjahr. Der erzielte Bruttogewinn reduzierte sich insbesondere infolge der um rund 9 Mio höheren Zellstoffkosten auf 18,4 Mio von 28 Mio. Dank der reduzierten Kostenbasis wurde ein knapp positives Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierung von 0,7 (VJ 8,6) Mio erzielt.

Der neu geschaffene Geschäftsbereich Immobilien erzielte einen Umsatz mit Dritten von 0,8 Mio verglichen mit 0,7 Mio im Vorjahr. Das Betriebsergebnis verharrte auf 0,2 Mio CHF. Die Entwicklungsaufwendungen für das Papieri-Projekt, das sich gemäss Mitteilung planmässig entwickelt, wurden aktiviert.

Erfreulicher Start ins 2016
«Nach einem weiteren Transformationsjahr sind wir froh, dass wir jetzt am Ende des Tunnels angelangt sind», sagte Ziegler. Das Unternehmen sei jetzt gut für die Zukunft positioniert. Cham Paper sei erfolgreich ins neue Jahr gestartet. «In den ersten drei Monaten haben wir eine Volumen- und Umsatzsteigerung gegenüber der gleichen Periode 2015 erzielt», sagte Mata. Der EBIT stehe auf dem Niveau des Jahres 2014.

Für das Gesamtjahr rechnet die Gesellschaft – unter Annahme einer Stabilisierung der Rohstoffkosten – mit einer klaren Verbesserung des Betriebsergebnisses im Rahmen des 2014. Der Geschäftsbereich Immobilien solle sich dabei über die nächste Dekade zu einem starken zweiten Standbein der Gruppe entwickeln. Mata bestätigte auch die Finanzziele für den Geschäftsbereich Papier. Diese sehen vor ein Umsatzwachstum von jährlich 3% bis 5%, ein EBIT von 5% bis 12% über den Zyklus, einen Ertrag auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von über 12% sowie eine Eigenkapitalquote von über 40%. (awp/mc/pg)

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