Cicor steigert 2013 betriebliches Ergebnis

Patric Schoch

Patric Schoch, CEO Cicor ad interim. (Foto: Cicor)

Boudry – Cicor Technologies hat im Geschäftsjahr 2013 das betriebliche Ergebnis gesteigert, aber wie erwartet einen tieferen Reingewinn erzielt. Die vier Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich und sollen nun wie geplant zu zwei Divisionen verschmolzen werden.

Die besten Kennzahlen weist Cicor auf Stufe EBITDA und EBIT aus. Der EBITDA nahm um 15% auf 17,6 Mio CHF zu, der EBIT um 17% auf 8,5 Mio CHF, wie das in der Elektronikindustrie tätige Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Das Unternehmen begründet die höheren Wert mit dem hohen Geschäftsvolumen und Kostendisziplin. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 9,2% von 8,7%, die EBIT-Marge auf 4,5% nach 4,1%. Diese Erhöhungen wurden erreicht, obwohl Cicor am Ende des Jahres 400 Angestellte mehr (+26%) auf der Lohnliste hatte als am Ende des Vorjahres.

Unveränderte Dividende
Anders das Bild beim Reingewinn: Wie vom Unternehmen im Januar prognostiziert sank er um 26% auf 4,5 Mio CHF. Das starke Minus habe mit einem grossen Steuereffekt zu tun: Im Vorjahr seien bei den Ertragssteuern 1,1 Mio CHF in die Erfolgsrechung eingeflossen, 2013 habe hingegen ein Aufwand von 1,3 Mio verbucht werden müssen. An die Aktionäre soll dennoch eine unveränderte Dividende von 0,30 CHF pro Aktie ausgeschüttet werden.

Die Kennzahlen zu den Bestellungen und zum Umsatz, die schon im Januar veröffentlicht wurden, bestätigt das Unternehmen: Demnach stieg der Auftragseingang um knapp 17% auf 202 Mio CHF, der Umsatz um 8% auf gut 190 Mio CHF. Cicor habe 2013 ein gesundes Umsatzwachstum erzielt, heisst es in der Mitteilung. Speziell der Medizinalbereich, wo das Unternehmen einen Schwerpunkt setzt, habe sich in allen Sparten erfolgreich entwickelt. Er sei mit einem Anteil am Umsatz von 28% nun das grösste Marktsegement der Gruppe.

Aus vier werden zwei Divisionen
Die vier Sparten entwickelten sich allerdings unterschiedlich: Die beiden grössten Bereiche ES (Gesamtlösungen rund um Elektronik) und Asia konnten ihre Umsätze zum Teil deutlich steigern. Bei der EBITDA-Marge musste ES hingegen einen leichten Rückschlag hinnehmen, weil in der Branche ein Preiskampf tobe. Asia konnte hingegen die Marge steigern. Wie Ende 2013 angekündigt, sollen diese beiden Divisionen nun zur Sparte «Electronic Solutions» verschmolzen werden.

Die Sparten «Printed Circuit Boards» (Leiterplatten) und «Microelectronics» erzielten hingegen weniger Umsatz. «Microelectronics», der sich als ein führender Anbieter für Mikroelektronic sieht, machte dafür beim EBITDA einen Sprung auf 2,4 Mio CHF von 1,2 Mio, «Printed Circuit Boards» erlitt bei dieser Kennzahl hingegen einen leichten Rückschlag, kann aber nach wie vor eine Marge von über 17% vorweisen. Auch diese beiden Divivsionen sollen nun zusammengelegt werden. Dies solle zu einer Effizienzsteigerung führen und eine bessere Ausgangslage für profitables Wachstum schaffen.

CEO-Suche dauert an
Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet das Management weiteres, profitables Umsatzwachstum und den Ausbau der Marktpositionen in allen Division. Konkrete Ziele werden in der Mitteilung keine genannt. Keine Neuigkeiten gibt es auch zur Suche nach einem neuen CEO, die mittlerweile seit über einem Jahr läuft. (awp/mc/pg)

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