Clariant bestätigt nach drittem Quartal die Jahresziele
Muttenz – Dem Chemiekonzern Clariant macht der konjunkturelle Gegenwind weiter zu schaffen. Während der Umsatz im dritten Quartal 2026 zulegte, nahmen die Gewinnzahlen etwas ab. Die Muttenzer bekräftigen dennoch ihre Ambitionen für das laufende Jahr.
Von Juli bis September stieg der Umsatz um 6,9 Prozent auf 968,8 Millionen Franken, wie Clariant am Dienstag mitteilte. Geholfen haben nicht zuletzt positive Währungseinflüsse, welche die Verkäufe um 1,3 Prozent erhöhten.
Vor allem aber hob der Konzern die durchschnittlichen Verkaufspreise um 5,7 Prozent an. Die von Clariant abgesetzten Volumen schrumpften dagegen leicht um 0,1 Prozent.
Der operative Gewinn von Clariant hielt trotz Sparanstrengen nicht mit dem Umsatz Schritt. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 9,3 Prozent auf 144 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 2,6 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent.
Vor Sondereffekten, also etwa die Kosten für Restrukturierungen ausgeklammert, ging der EBITDA um 6,5 Prozent auf 151,5 Millionen Franken zurück, dies bei einer Marge von 15,6 Prozent.
Clariant macht für den Rückgang einen weniger günstigen Produktmix geltend sowie schwankende Rohstoffpreise, welche die Bewertung der Lagerbestände beeinflusst habe. Zudem habe Clariant im Vorjahr einen positiven Effekt bei den Konzernkosten verbucht.
Bisherige Prognosen bestätigt
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 bestätigt Clariant die bisherigen Prognosen. Demnach wird in lokalen Währungen ein ungefähr stabiler Umsatz erwartet sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 18 Prozent. Nach neun Monaten steht hier ein Wert von 17,1 Prozent zu Buche.
Die bisherigen Mittelfristziele wurden ebenfalls bekräftigt. Bis spätestens 2027 soll demnach ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 4 bis 6 Prozent erreicht werden. Die ausgewiesene EBITDA-Marge wird bis dahin bei 19 bis 21 Prozent erwartet. (awp/mc/ps)