Coltene dank Zukäufen mit mehr Umsatz und Gewinn

Martin Schaufelberger
Coltene-CEO Martin Schaufelberger. (Foto: Coltene)

Altstätten – Der Dentalproduktehersteller Coltene hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017 unter anderem dank Akquisitionen Marktanteile gewonnen und einen überdurchschnittlich höheren Umsatz erzielt als im Vorjahr. An der Dividendenpolitik will das Management zudem festhalten und verspricht weiterhin eine Ausschüttungsquote von mindestens 60%.

„Die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr sind sehr erfreulich“, sagt CEO Martin Schaufelberger am Dienstag vor den Medien. Das Unternehmen mit Sitz in Altstätten setzte mit 168 Mio CHF 4,6% mehr um. Die EBIT-Marge kam dank des Umsatzanstiegs und weiteren Effizienzgewinnen bei 15,2% zu liegen und damit über den angepeilten 15%. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um rund 10% auf gut 19 Mio. Damit konnte Coltene auch die Prognosen der Analysten erfüllen, beziehungsweise sogar leicht übertreffen.

Wachstum in Schwellenländern
Der bessere Geschäftsgang sei unter anderem auf die Akquisition des amerikanischen Diamantbohrer-Herstellers Diatech im März 2017 zurückzuführen. Mit dem Zukauf der liechtensteinischen Kenda habe man zudem das Sortiment an rotierenden Instrumenten erweitern können, erläutert Schaufelberger. Dazu kamen neue Produkte sowie positive Währungseffekt, insbesondere in den schnell wachsenden Schwellenländern.

Das über dem Markt liegende Wachstum erstreckt sich aber über alle vier Regionen und reiche vom eher gesättigten europäischen Markt mit +1% über Nordamerika (+3,4%) und Asien (+7,6%) bis nach Brasilien (+9,4). Fast die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete Coltene in der Region EMEA. Der Anteil in den Schwellenländern betrage mittlerweile fast ein Drittel, so der CEO weiter.

Infektionskontrolle stagniert
Auch in Bezug auf die einzelnen Produktgruppen seien mit Ausnahme der Infektionskontrolle überall die Verkäufe ausgeweitet worden. Heraus sticht aufgrund der Akquisition von Diatech die Zunahme in der Produktgruppe der rotierenden Instrumente mit +14,0%. Danach folgten die Behandlungshilfen (+10,4%), der Bereich Restauration (+2,5%) und die Prothetik (+2,3%).

Allgemein stelle man einen Trend zu Einwegprodukten fest. „Dazu zählen etwa die Einweg-Polierköpfe von Kenda“, erklärt Schaufelberger. Dieser Entwicklung gelte es auch in Zukunft Rechnung zu tragen und die Produktpalette dahingehend zu optimieren.

Auch die Aktionäre sollen vom guten Geschäftsverlauf profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 28. März die Ausschüttung einer um 30 Rappen höheren Dividende von 3,00 CHF je Aktie vor. Dies entspreche mit 66% erneut der angepeilten Ausschüttungsquote von mindestens 60%. „Die Dividendenpolitik soll auch weiterhin attraktiv bleiben“, erläutert der CEO. Dieses Ziel sei aber nicht nur aufgrund steigender Kosten und des wachsenden Preisdrucks nicht immer einfach zu erreichen, räumte er ein.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2018 peilt die Gruppe nun erneut eine EBIT-Marge über dem Niveau von 15% des Nettoumsatzes an. Zudem erwartet Coltene aufgrund der US-Steuerreform ab dem Geschäftsjahr 2018 eine Reduktion des Steueraufwandes von rund 1 Mio CHF. (awp/mc/pg)

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