Comet verzeichnet 2025 Gewinneinbruch
Wünnewil-Flamatt – Comet hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Röntgen- und Hochfrequenzspezialist leidet unter Marktunsicherheiten, blickt aber optimistisch in die Zukunft.
Zulegen konnte das Unternehmen beim Umsatz, dieser stieg auf 457,0 nach 445,4 Millionen Franken im Vorjahr. Der EBITDA ging 2025 hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 20,1 Prozent auf 46,3 Millionen Franken zurück, wie Comet am Freitag mitteilte. Die entsprechende Marge sank um 2,9 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Damit erreicht Comet die eigene Zielsetzung von 10,0 bis 14,0 Prozent für 2025 nur knapp.
Der Reingewinn betrug 12,2 Millionen und lag damit knapp zwei Drittel tiefer als 2024. Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 0,50 Franken erhalten – nach 1,50 Franken im Vorjahr.
Segmente mit unterschiedlicher Dynamik
Die Halbleiter-Division PCT habe 2025 dank Investitionen in KI-bezogene Halbleiter ein «solides» Wachstum erzielt. Die Verkäufe stiegen auf 257,1 Millionen Franken, während die Profitabilität unter anderem wegen Wechselkurseffekten zurückgegangen sei. Mit einem neuen Standort in Penang in Malaysia wolle die Division ihre Präsenz im asiatischen Markt stärken.
Rückläufig war hingegen das Geschäft mit Röntgen-Systemen (IXS) wo hohe Investitionen und geringe Industrienachfrage auf die Profitabilität schlugen. Im Geschäft mit Röntgen-Modulen (IXM) konnte Comet hingegen zulegen.
Positiver Ausblick
Der Ausblick ist derweil positiv. Ein Aufschwung in der Halbleiterindustrie sei «deutlich erkennbar», wenngleich der zeitliche Verlauf noch unklar sei, schreibt das Unternehmen. Trotzdem rechnet das Comet-Management für 2026 beim Nettoumsatz und der bereinigten EBITDA-Marge mit einem Ergebnis «deutlich über dem Niveau von 2025.»
Für das erste Quartal 2026 stellt das Unternehmen einen «moderaten» Nettoumsatz in Aussicht. Gleichzeitig wird ein «starker Auftragseingang» erwartet.
Anpassung der Vorjahreszahlen
Comet hat die konsolidierten Abschlüsse für das Jahr 2024 rückwirkend leicht angepasst, um Fehler aus der Vorperiode zu korrigieren. Dabei wurden unter anderem Lagerbestände im Umfang von 2,1 Millionen Franken zu hoch bewertet, nachdem eine Abschreibung irrtümlich manuell rückgängig gemacht worden war. Die Anpassungen haben laut den Erläuterungen im Geschäftsbericht «keine Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns.» (awp/mc/ps)