Digital Economic Forum (DEF): Digitale Transformation wird existentiell

Digital Economic Forum (DEF): Digitale Transformation wird existentiell

Zürich – Die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft ist allumfassend, unaufhaltsam und vor allem immer stärker erfolgsrelevant. Darin waren sich Referenten und die 230 Fachbesucher des ersten Digital Economic Forums (DEF) am Mittwoch in Zürich einig.

Im Bereich der Massnahmen zeichnen sich indessen unterschiedliche Strategien, Trends und Methoden ab. Die Konsequenzen der universalen Digitalisierung und der digitalen Transformation sind für Wirtschaft und Gesellschaft teilweise revolutionär und existentiell. Die Geschwindigkeit von Innovationen und Konzepten sind so atemberaubend, dass Start-Ups in kürzester Zeit Grosskonzernen Märkte streitig machen oder Grosskonzerne, die den Anschluss verpassen völlig von der Bildfläche
verschwinden.

Superintelligenz schützt menschliche Werte nicht
Der schwedische Philosoph Nick Bostrom von der Oxford University und Autor des Bestsellers „Superintelligenz“ thematisierte gar die Transition zur Supermaschine, die dem Menschen weit überlegen ist. Er forderte deshalb Grundbedingungen und vorbeugende Massnahmen damit die menschlichen Werte gegenüber der Maschine nicht verlieren. Ein Index und eine Studie führte den Besuchern am DEF vor Augen, dass diese digitale Transformation in der Schweiz ganz unterschiedlich angekommen ist: Thomas D. Meyer, Country Managing Director, Accenture Schweiz, sah in seinem Digital Index Switzerland Unternehmen wie SBB, Swisscom, UBS, ABB, Die Schweizerische Post, Panalpina oder Syngenta in Front.

Sven Ruoss kam im Auftrag der HWZ Hochschule für Wirtschaft, in seiner Momentaufnahmen „Digital Switzerland 2015“ zum Schluss, dass sich disqualifiziert, wer nicht digital denkt. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen seien aber überzeugt, dass die digitale Transformation eine grosse Auswirkung hat und kurzfristig an Bedeutung zunimmt. Ein Drittel hält diese Entwicklung bereits heute und knapp die Hälfte künftig für erfolgskritisch. Laut dieser Studie stehen bei den Technologien Sicherheit, Mobilanwendungen und Big Data im Vordergrund. Am meisten digital fortgeschritten sei die Informations- und Kommunikationsbranche, am wenigsten die öffentlichen Verwaltungen, schloss Ruoss.

Mehr kritischer Verstand
Im Einklang mit dieser Entwicklung plädierte der Querdenker Dr. Stephan Sigrist für mehr kritischen Verstand in der Datengesellschaft. Dazu brauche es eine neue Datenkultur in Unternehmen, eine Identifikation der Schlüsselfragen für die Gesellschaft von morgen sowie gestärkte Werte als Leitlinien und grundsätzlich eine Reduktion der Komplexität im Alltag. Susanne Müller-Zantop konnte mit nützlichen Do’s and Dont’s im Social Media Space für Führungskräfte aufwarten. Sie identifizierte dabei unterschiedliche Charaktere wie Explorer, Change Maker, Good Manager oder Influencer, die sich im Netz entsprechend verhalten.

Thomas Kaiser, CEO Ringier Digital präsentierte am Beispiel seines Unternehmens eine Erfolgsstrategie für Medienunternehmen im globalen Onlinemarkt. Ringier habe seit 2007 über eine Milliarde Franken in neue Publishing Konzepte investiert, bei denen erfolgreich unternehmerische Kreativität mit medienübergreifenden Kooperationen und Initiativen verbunden werden.

In sechs Business Tracks stand das Potential der digitalen Technologien im Fokus. Thematisiert wurden Product und Business Design, Digitalisierung und Mobilität bei Geschäftsprozessen, Digitalisierung und Konsumentenverhalten aber auch digitale Innovationen In Zeiten zunehmender Sensibilität für die Privatsphäre. An einer Paneldiskussion unter der Leitung von Hannes Britschgi haben Patrick Warnking (Google) Thomas D. Meyer (Accenture), Markus Naef (Sunrise), Hanspeter Kipfer (Oracle), Thomas Kaiser (Ringier Digital) die digitale Zukunft aus Unternehmersicht verdeutlicht.

Im EInklang mit der Initiative «Digital Zurich 2025»
Mit dem DIGITAL ECONOMIC FORUM (DEF) haben die innovativen Unternehmer Oliver Stoldt (Premium Conferences GmbH) und Hans-Jürg Rufener (Rufener Events) im Hotel Kameha Grand eine neue Plattform in Zürich geschaffen, die branchenunabhängig neue Trends, Standards und die Menschen dahinter zusammenbringt. Mit im Organisationsteam sind Dr. Christian Wenger (Wenger & Vieli AG) sowie Vera Brannen (Usable Brands AG) und Marcel Altherr (Inventique GmbH). Das neue Forum harmoniert mit der Initiative «Digital Zurich 2025» von Zürcher Medienunternehmern, Politikern, Banken- und Wirtschaftsvertretern, welche die Grossregion Zürich zu einem digitalen Cluster von europäischer Bedeutung machen will. (DEF/mc/hfu)

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