Elma: Umsatz von Währungseffekten belastet

Stephan Bürgin

Elma-CEO Stephan Bürgin.

Wetzikon – Das Elektronik-Unternehmen Elma hat in der ersten Jahreshälfte den starken Franken zu spüren bekommen. In allen Regionen konnte der Umsatz zwar währungsbereinigt gesteigert werden. Umgerechnet in die heimische Währung sackten die Verkaufszahlen des Konzerns jedoch ab. Im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete der Konzern einen um 4,7% geringeren Umsatz von 62,4 Mio CHF.

Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 10%. Der Bestellungseingang sank um 4,1% auf 60,4 Mio CHF, legte währungsbereinigt jedoch um 11% zu, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA reduzierte sich um 5% auf 4,1 Mio CHF. Auf Stufe EBIT legte das Betriebsergebnis um 3,8% auf 3,0 Mio CHF zu. Unter dem Strich resultierte ein Unternehmensgewinn von 1,32 Mio CHF, nach 1,23 Mio im Vorjahr.

Frankenstärke hinterlässt Spuren
Per Bilanzstichtag (30. Juni) wies Elma eine Bilanzsumme von 64,7 Mio CHF. (31.12.2010: 66,4 Mio) und eine Eigenkapitalquote von 29% aus. Die Nettoverschuldung erhöhte sich in den vergangenen sechs Monaten vor allem infolge tieferer Barmittelbestände per Stichtag um rund 0,8 Mio auf 19,2 Mio. Die im Jahr 2010 von den Banken festgelegten Covenants seien eingehalten worden. In allen Regionen konnte der Umsatz währungsbereinigt gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert werden. Americas erhöhte den Umsatz um knapp 12%, Europe um 7,2% und Asia um etwas mehr als 14%. Die Stärke des Frankens hinterliess jedoch deutliche Spuren in der Halbjahresrechnung: In der Region Americas sank der Umsatz um 8,2%, in Europe war ein leichter Rückgang von 0,3% zu verzeichnen, derweil sich der Umsatz in Asia um 6,3% verminderte.

Umsatz von System Solutions legt deutlich zu
Die Produktlinien System Solutions und Enclosures & Components erreichten währungsbereinigt ein gutes Umsatzwachstum. System Solutions gelang eine Erhöhung um mehr als 14%, während Enclosures & Components den Umsatz um 6,5% steigern konnte. Der Umsatz der Produktlinie Rotary Switches (Drehschalter) sank jedoch um 2,4%. Die Produktlinien litten unter den Währungsturbulenzen im 1. Halbjahr 2011: Sowohl System Solutions als auch Enclosures & Components verzeichneten in Franken einen Umsatzrückgang von jeweils 3,6%. Der Umsatz von Rotary Switches, welche ihr Geschäft überwiegend im Dollarraum abwickelt, ging um rund 11% zurück.

Schrittweise Erschliessung neuer Märkte

Elma sieht sich geografisch gut diversifiziert und sei in den Hauptmärkten, die gute Wachstumsaussichten versprechen würden, prominent vertreten. Die Gruppenleitung fokussiert deshalb primär auf eine bessere Marktdurchdringung in den Ländern, in denen die Gruppe mit eigenen Gesellschaften vertreten ist. Die Erschliessung neuer Märkte soll schrittweise angegangen werden. (awp/mc/ps)

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