EY-Weihnachtsumfrage 2020: Trotz Corona sind Schweizer Konsumenten spendierfreudig wie nie

Weihnachten
(Photo by freestocks on Unsplash)

Zürich – Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten lassen sich das diesjährige Weihnachtsshopping von der Corona-Pandemie nicht verderben. Sie möchten es sich selbst gut gehen lassen und auch ihre Liebsten grosszügig beschenken. Dies zeigt die repräsentative Weihnachts-Umfrage 2020 des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY Schweiz in der Schweiz: Das geplante durchschnittliche Budget für Weihnachtsgeschenke beträgt dieses Jahr 327 Franken pro Person. Dies ist so viel wie noch nie in den letzten zehn Jahren – der bisherige Höchststand wurde 2018 mit 310 Franken verzeichnet.

Dafür gibt es im Vergleich zu 2018 eine deutliche Verschiebung zwischen Frauen und Männern: Während Männer dieses Jahr durchschnittlich 65 Franken mehr für Geschenke ausgeben möchten (nämlich 393 Franken), planen Frauen mit 27 Franken weniger (264 Franken). Während Familien mit Kindern ihr Geschenk-Budget (399 Franken) nicht verändert haben, ist es bei kinderlosen Paaren um 59 Franken (auf 366 Franken) gestiegen. Singles wollen im Schnitt 221 Franken ausgeben.

Zwischen 150 und 356 Franken, je nach Region
Unterschiede gibt es auch zwischen den verschiedenen Regionen in der Schweiz: So zeigen sich die befragten Konsumentinnen und Konsumentinnen aus der Region Zürich dieses Jahr besonders grosszügig und planen mit einem durchschnittlichen Weihnachtsgeschenk-Budget von 356 Franken. Am sparsamsten sind gemäss der Umfrage die Tessinerinnen und Tessiner mit durchschnittlich 150 Franken. Die weiteren Durchschnittswerte für Weihnachtsgeschenke: 336 Franken in der Genfersee-Region, 333 Franken in der Ostschweiz, 317 Franken im Mittelland, 311 Franken in der Nordwestschweiz und 298 Franken in der Zentralschweiz.

Martin Gröli, Partner und Leiter des Bereiches Retail and Consumer Products bei EY in der Schweiz kommentiert: «Wir haben wegen der Covid-19-Pandemie ein aussergewöhnlich anspruchsvolles Jahr erlebt. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft oder haben Angehörige verloren. Trotz oder gerade wegen dieser schwierigen Zeit möchten sie sich und ihre Familie jetzt an Weihnachten etwas Gutes tun.»

«Allerdings gaben sieben von zehn Befragten an, dass ihre Vorfreude auf die Festtage und das vorweihnachtliche Shopping-Erlebnis angesichts der aktuellen Umstände und Einschränkungen getrübt ist», ergänzt Gröli.

Spielwaren führen die Geschenk-Hitliste an
Die meisten Geschenke werden in diesen Tagen gekauft, entweder in den ersten beiden Dezember-Wochen (44 Prozent) oder in den beiden Wochen vor Weihnachten (15 Prozent). Am Beliebtesten scheinen dabei Spielwaren zu sein, für die im Durschnitt 58 Franken ausgegeben werden, gefolgt von Geschenkgutscheinen oder Geld (57 Franken), Lebensmittel und Süsswaren (46 Franken), Bücher (27 Franken) und Kosmetika (24 Franken).

«Gesellschaftsspiele sind seit dem ersten Lockdown vom Frühling auch in der Schweiz wieder markant beliebter geworden. Dieser Trend schlägt sich nun auch bei den Weihnachtsgeschenken nieder. Angesichts der anhaltenden Pandemie ist es keine Überraschung, dass Reisen und Veranstaltungsbesuche dieses Jahr dafür deutlich weniger verschenkt werden», kommentiert EY-Partner und Konsumgüter-Experte Martin Gröli.

Warenhäuser, Einkaufszentren und Fachgeschäfte werden bevorzugt
Interessanterweise zeigt die aktuelle Weihnachts-Umfrage von EY, dass das Weihnachts-Shopping trotz der Covid-19-Pandemie einen hohen Stellenwert einnimmt. 61 Prozent der 400 befragten Konsumentinnen und Konsumenten gaben an, die Weihnachtsgeschenke auch dieses Jahr in Warenhäusern/Einkaufszentren und Fachgeschäften zu kaufen. Lediglich zehn Prozent der Befragten ziehen Online-Einkäufe vor, während 29 Prozent beide Möglichkeiten nutzen.

Martin Gröli sagt: «Unsere Befragung zeigt, dass Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten gerade bei den Weihnachtseinkäufen den stationären Handel trotz Corona schätzen, sie können die Produkte direkt beurteilen und haben bei Bedarf fachkundige Beratung. Die haptische, sinnliche und emotionale Wahrnehmung bleibt im Internet auf der Strecke. Käufe via Internet können dafür rund um die Uhr und von Zuhause aus erledigt werden, was dem Schutz der Gesundheit dienlich ist.» (EY/mc/ps)

Die repräsentative Studie basiert auf einer telefonischen Befragung bei 400 Konsumentinnen und Konsumenten durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut. Sie wurde in allen Landesteilen im Zeitraum zwischen dem 11. November und dem 7. Dezember 2020 durchgeführt. Gegenstand der Befragung waren ausschliesslich geplante Käufe von Weihnachtsgeschenken, nicht das generelle Konsumverhalten in der Vorweihnachtszeit.

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