Frankensturm verdüstert Konjunkturaussichten der CFOs

Fernglas
(Bild: © Kurhan - Fotolia.com)

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Zürich – Gemäss der jüngsten Deloitte CFO-Umfrage betrachten 71% der befragten Schweizer Finanzchefs den starken Schweizer Franken als grösstes Risiko, gefolgt von geopolitischen Risiken und einer Regulierungsflut in der Schweiz. Die Konjunkturaussichten der CFOs verschlechtern sich markant, ebenso die finanziellen Aussichten für das eigene Unternehmen. Fast zwei Drittel erwarten rückläufige Umsätze und 80% sinkende Margen. Dies und mehr zeigt die 23. vierteljährliche Umfrage unter Schweizer CFOs.

Nach Meinung der 127 von Deloitte befragten CFOs sind die Konjunkturerwartungen für die Schweiz so negativ wie lange nicht mehr: 60% der Finanzchefs blicken pessimistisch in die Zukunft (12% im Vorquartal), nur noch 10% sind optimistisch (41% im Vorquartal). Auch die Rezessionsängste haben zugenommen. Gingen im Vorquartal noch 8% von einer Rezession in der Schweiz innerhalb der kommenden zwei Jahre aus, teilen nun bereits 36% entsprechende Befürchtungen.

Stark negativer Trend für Geschäftsaussichten
Die Einschätzungen für das eigene Unternehmen haben sich ebenfalls verschlechtert. So geht eine Mehrheit der Befragten für die kommenden 12 Monate von Umsatz- und Margenrückgängen aus. Negativ ist auch der Trend für die finanziellen Aussichten. Verglichen mit dem Vorquartal sind nun 65% pessimistischer als noch Ende 2014 (damals 23% pessimistischer als im Vorquartal).

Der Schweizer Franken wird generell als grösstes Risiko für die unternehmerische Entwicklung betrachtet. Diese negative Wahrnehmung hat seit der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses von 39% auf 71% der Befragten zugenommen. Daneben machen die Finanzchefs noch weitere, vor allem unternehmensexterne Risiken aus. Michael Grampp, Chefökonom von Deloitte in der Schweiz, führt aus: „Die geopolitischen Risiken werden von 70% ähnlich ausgeprägt wahrgenommen wie die Sorge im Zusammenhang mit dem Schweizer Franken. Für 63% der Finanzchefs gehen auch von den zunehmenden Regulierungen in der Schweiz Risiken für das eigene Unternehmen aus.“ (Deloitte/mc/ps)

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