Galenica übertrifft 2020 trotz Corona eigenes Umsatzziel leicht

Marc Werner
Galenica-CEO Marc Werner. (Foto: Galenica)

Bern – Galenica hat trotz einer volatilen Entwicklung im Corona-Jahr 2020 den Umsatz etwas stärker gesteigert als erwartet. Beim Gewinn geht der Apotheken- und Gesundheitskonzern weiterhin davon aus, diesen auf Vorjahresniveau zu halten.

Den Gruppenumsatz beziffert Galenica in einer Medienmitteilung vom Donnerstag auf knapp 3,5 Milliarden Franken, ein Plus von 5,4 Prozent. Damit hat Galenica sowohl die Erwartungen der Analysten als auch die eigenen Ziele hauchdünn übertroffen.

Die einzelnen Geschäftsbereiche seien dabei unterschiedlich stark von der Covid-19-Pandemie und den damit einhergehenden Massnahmen beeinflusst worden, teilte Galenica weiter mit. So habe der Bereich Services mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent besonders stark zum Unternehmenswachstum beigetragen. Der Geschäftsbereich Services beinhaltet vor allem Logistikleistungen für den Schweizer Gesundheitsmarkt.

Wie der Apotheken-Konzern weiter berichtet, habe das Warenvolumen wegen der Corona-Pandemiezeitweise Rekorde markiert. So habe etwa der der Partner von Alloga nach der ersten Covid-Welle im Frühjahr die Sicherheitsbestände im Lager erhöht. Gleichzeitig wurde in Erwartung eines dereinst verfügbaren Impfstoffes gegen Covid-19 die Tiefkühllogistik ausgebaut.

Dagegen habe die Sparte Retail durch den landesweiten Lockdown und im Laufe des Jahres durch weitere behördlich verordnete Massnahmen eher gelitten. Vor allem Apotheken an sogenannten Hochfrequenzstandorten erlitten laut Mitteilung phasenweise massive Umsatzeinbussen.

Dennoch gelang es, auch hier den Umsatz gegenüber 2019 um 2,7 Prozent zu erhöhen. Dies sei vor allem der 2019 erfolgten Akquisition der Bichsel Gruppe und dem markanten Ausbau des Apothekennetzes zu verdanken.

Gewinnziele bestätigt
Mit Blick auf die Gewinnentwicklung geht der Konzern weiterhin davon aus, das adjustierte Betriebsergebnis (EBIT) in etwa auf Vorjahreshöhe zu halten (166,9 Millionen Franken). Die Aktionäre sollen am Erfolg in Form einer Dividende mindestens auf Vorjahreshöhe (1,80 Franken pro Aktie) an dem Erfolg teilhaben.

Darüber hinaus hat Galenica noch eine Personalie vermeldet. So habe sich Philippe Nussbaumer entschieden, sich an der Generalversammlung 2021 nicht mehr zur Wahl als Mitglied des Verwaltungsrats zu stellen. Er möchte sich künftig vollumfänglich seinen hauptberuflichen und verschiedenen privaten Tätigkeiten widmen, wie es in der Mitteilung hiess. Nussbaumer ist seit dem IPO 2017 Mitglied des Verwaltungsrats von Galenica.

Analysten zeigen sich in ihren ersten Reaktionen positiv überrascht. So heisst es etwa bei Baader Helvea, das Unternehmen habe sowohl auf Konzern- als auch Spartenebene besser als erwartet abgeschnitten. (awp/mc/ps)

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