Glencore Xstrata verkauft Kupfermine in Peru für über 6 Mrd USD

Ivan Glasenberg
Glencore-CEO Ivan Glasenberg.

Ivan Glasenberg, CEO GlencoreXstrata.

Bangalore – Der Rohstoffkonzern Glencore Xstrata verkauft seine Kupfermine Las Bambas in Peru für über 6 Mrd USD an ein chinesisches Konsortium. Der Konzern war wegen einer Auflage der chinesischen Behörden zur Glencore-Xstrata-Fusion zum Verkauf gezwungen.

Die noch nicht eröffnete Mine geht an ein Konsortium, an dem mit 62,5% das Unternehmen MMG die Mehrheit hält, wie der Rohstoffgigant mit Sitz in Baar ZG am Sonntag mitteilte. MMG ist an der Börse in Hongkong kotiert, gehört aber hauptsächlich dem chinesischen Staatsunternehmen China Minmetals.

Glencore entschloss sich zum Verkauf der Mine, um von der Regierung in Peking grünes Licht für die 35 Mrd USD schwere Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata, die im Mai 2013 abgeschlossen wurde, zu bekommen. Peking befürchtete, der fusionierte Konzern würde ansonsten zu viel Macht über den Kupfermarkt erlangen.

Der Deal sieht nach Glencore-Angaben vor, dass das Konsortium 5,85 Mrd USD in bar bezahlt. Ausserdem übernehmen die Käufer die laufenden Kosten der Mine rückwirkend ab dem 1. Januar 2014. Allein bis Ende März betrugen diese 400 Mio USD.

Eine der grössten Bergbauakquisitionen Chinas
Dass die Mine nach China geht, ist nicht erstaunlich. China verbraucht so viel Kupfer wie kein anderes Land und die chinesischen Staatsunternehmen verfügen über viel Bargeld. Der Deal stellt eine der grössten chinesischen Akquisitionen im Bergbaubereich der letzten Jahre dar. Über MMG hält China mehrere Minen in Australien.

Las Bambas ist eine der grössten Minen im Projekt-Portfolio von Xstrata. Sie soll im Jahr 2015 mit der Produktion beginnen. Es wird erwartet, dass in der Mine in den ersten fünf Jahren rund 450’000 Tonnen Kupfer pro Jahr abgebaut werden und danach rund 300’000 Tonnen pro Jahr.

Die Transaktion werde voraussichtlich noch vor Ende des dritten Quartals 2014 abgeschlossen sein, heisst es im Communiqué von Glencore. Das chinesische Handelsministerium und die Aktionäre der am Konsortium beteiligten Unternehmen müssen noch zustimmen.

Die Bilanz sei durch den Verkauf erheblich entlastet worden, heisst es weiter in der Mitteilung. Glencore sucht nach eigenen Angaben nach Möglichkeiten, die eingenommen Geldmittel zu reinvestieren. Allfälliges überflüssiges Kapital will der Konzen den Aktionären zurückbezahlen. (awp/mc/ps)

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