Grosses Interesse an Innovations-Förderprogramm

Johann Schneider-Ammann

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann.

Bern – Die 100 Mio CHF, die der Wirtschaft im Rahmen der Massnahmen gegen den starken Franken zur Förderung von Forschung und Entwicklung zur Verfügung gestellt werden, reichen nicht für alle Begehren: Bereits sind Gesuche für 350 Mio CHF eingegangen.

Allen Bedenken zum Trotz habe sich das vom Bundesrat vorgeschlagene und vom Parlament im Oktober beschlossene Sonderprogramm gegen den starken Franken zu einem Erfolg entwickelt, teilte die für die Verteilung der Gelder zuständige Kommission für Technologie und Innovation (KTI) am Dienstag mit.

600 Gesuche
Bis am 28. November seien rund 600 Gesuche im Umfang von insgesamt 350 Mio CHF eingegangen. Bis zum Ablauf der Meldefrist am 15. Dezember dürften noch weitere Anträge eingereicht werden, wie die KTI weiter schreibt. Das grosse Interesse zeige, dass die Sondermassnahmen dem Bedarf der vom starken Franken stark betroffenen Unternehmen sehr gut entsprächen.

Mittel nach kurzer Zeit ausgeschöpft
Aufgrund der Erfahrungswerte der KTI werden 35 bis 45% der Gesuche bewilligt. So werden die 100 Mio bereits nach kurzer Zeit ausgeschöpft sein. Würden 45% der Gesuche gutgeheissen, müssten rund 157 Mio eingesetzt werden.

Für neue Aufträge gelten übliche Vorgaben
Wie die KTI schreibt, tun Gesuchssteller gut daran, neue Anträge im Rahmen der ordentlichen Förderung von Forschung und Entwicklung für 2012 einzureichen. Für deren Beurteilung werden dann aber wieder die üblichen Vorgaben gelten. So wird die Produkteentwicklung nicht mehr bis zur Markteinführung unterstützt. Und die Forschungspartner müssen wieder 50% der Projektkosten selber bezahlen.

Zusätzliche Meetings angesetzt
Die KTI will alles daran setzen, die eingereichten Gesuche rasch zu prüfen. So hat sie zusätzlich zu den ordentlichen Sitzungen der mit der Prüfung beauftragten Expertenteams in den Wochen vor Weihnachten mindestens zwölf weitere Meetings angesetzt. (awp/mc/pg)

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