Höchste Auslastung der Intensivstationen seit Beginn der Epidemie

Höchste Auslastung der Intensivstationen seit Beginn der Epidemie
Behandlung eines Covid-19-Patienten am Universitätsspital Basel. (Foto: Unibas)

Bern – Die Auslastung der Intensivstationen in der Schweiz befindet sich gemäss Bundesamt für Gesundheit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Epidemie. Die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen nahm gegenüber der Vorwoche zu. Dass auch die Spitaleinweisungen und Todesfälle noch zunehmen, wird jedoch nicht erwartet.

Die Auslastung der Intensivstationen betrug in der vergangenen Woche 81 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem wöchentlichen Lagebericht schrieb. Der Anteil der Corona-Erkranken an allen Personen auf den Intensivstationen stieg von 40 Prozent auf 43 Prozent. Durchschnittlich befanden sich 299 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf einer Intensivstation. Das seien zehn Prozent mehr als in der Vorwoche. Auch der Anteil und der Anteil derjenigen, die beatmet werden mussten, stieg um 10 Prozent auf durchschnittlich 233 der 299 Patientinnen und Patienten.

Demgegenüber ist die Zahl der gemeldeten Fälle gemäss BAG signifikant zurückgegangen. Schweizweit und in Liechtenstein wurden 60’767 neue Fälle gemeldet. Das sei ein Rückgang gegenüber der Vorwoche von 11 Prozent. Am häufigsten erkranken bekanntermassen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren. Das Virus grassiert an vielen Schulen sehr stark. Am wenigsten betroffen sind die 60-jährigen und älteren Personen. Viele von ihnen haben bereits die dritte Impfdosis erhalten. Regional gab es im Kanton Obwalden am meisten Fälle und im Tessin am wenigsten.

Höchststand auch bei Tests
Einen Höchststand meldete das BAG ausserdem bei den Corona-Tests. Die Zahl der Test habe seit der Woche vom 11. Oktober stetig zugenommen. In der vergangenen Woche erreichte deren Anzahl mit 427’400 einen neuen Höchststand. Der Anteil derjenigen, die sich mit der neuen Variante Omikron angesteckt haben, wurde auf noch tiefe 3,2 Prozent geschätzt.

Bei den Spitaleinweisungen gab es einen leichten Rückgang von 688 auf 626 Fälle. Auch wenn es noch Nachmeldungen gebe, sei kein Anstieg zu erwarten. In den drei Wochen zuvor sei die Anzahl der Spitaleinweisungen aber stark angestiegen, wöchentlich um rund fünf Prozent. Gleich hoch geblieben innert Wochenfrist ist die Zahl der Personen, die in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben sind, nämlich 157 (plus ein Todesfall). Auch hier erwartet das BAG eine Stagnation.

Aus Sicht des BAG ist die Zahl der gemeldeten Spitaleinweisungen und Todesfälle bei geimpften Personen niedrig. Von den seit Ende Januar 10’660 gemeldeten Spitaleinweisungen waren 8212 Betroffene nicht geimpft und 272 nur teilweise. Von den 1793 Verstorbenen waren 1208 nicht und 92 nur teilweise geimpft. (awp/mc/ps)

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