Hotelplan Suisse erwartet rückläufigen Umsatz

Hotelplan Suisse erwartet rückläufigen Umsatz
Thomas Stirnimann, CEO Hotelplan-Gruppe. (Foto: Hotelplan)

Glattbrugg – Dem Reiseveranstalter Hotelplan Suisse macht der Trend zu Kurzfrist-Buchungen zu schaffen. So liegt die Sommersaison derzeit hinter dem Vorjahr zurück. Für die kommende Wintersaison zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, auch dank hohen Wachstumsraten bei den Langstrecken-Flügen.

Für das Ende Oktober abschliessende Gesamtjahr 2018/19 rechnet die Migros-Tochter aus heutiger Sicht mit einer Umsatzeinbusse von 2 Prozent. „In der Wintersaison haben wir beim Umsatz das Vorjahresniveau erreicht, allerdings liegen wir bei den Buchungen für die Sommersaison rund 4 Prozent zurück“, sagte Hotelplan-Manager Daniel Bühlmann am Montag vor den Medien. Es werde schwierig, diesen Rückstand noch aufzuholen.

Konkrete Zahlen nennt der Reiseveranstalter nicht. „Insgesamt liegen wir im Budget und gehen auch in diesem Geschäftsjahr von schwarzen Zahlen aus“, sagte Bühlmann am Rande der Veranstaltung gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Trend zu Kurzfrist-Buchungen
Als Hauptgrund für die Buchungsflaute im Sommer macht Hotelplan Suisse den Trend zu Kurzfrist-Buchungen aus. „Nachdem letztjährigen warmen Sommer in der Schweiz zögern die Kunden mit ihren Buchungen“, erklärte Bühlmann. Spezielle Rabattaktionen seien aber nicht geplant, da die Preise jeweils dynamisch und tagesaktuell angepasst würden.

Für die Herbstferien ist die Buchungslust bei den Reisenden dagegen grösser: Wie bereits im Vorjahr gingen die Buchungen für diese Reiseperiode bereits ein halbes Jahr im Voraus ein. Bei den Bade-Destinationen gehörten weiterhin Griechenland, Zypern und Spanien zu den Favoriten. Die grössten Zuwächse verzeichnen gemäss Hotelplan Destinationen mit Nachholbedarf wie Ägypten, Tunesien oder die Türkei.

Wachstum bei Langstrecken-Flügen
Noch zuversichtlicher fällt der Ausblick auf die kommende Wintersaison 2018/19 aus. Hier zeige sich bereits jetzt im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs im zweistelligen Plusbereich bei Individualreisen sowie für Badeferien in weit entfernten Destinationen wie der Karibik, dem Indischen Ozean und Thailand. „Wir rechnen damit, dass wir hier das Vorjahr übertreffen werden“, so Bühlmann.

Die grössere Nachfrage nach Langstrecken-Flügen ist laut Hotelplan auf tiefere Preise zurückzuführen, was die „dämpfenden Effekte“ der Klima-Debatte aufwiege. „Auf der Margenseite machen wir aber keine Konzessionen und die Entwicklung zeigt in die richtige Richtung“, betonte der Hotelplan-Manager. Die Preissenkungen seien vor allem dank besseren Konditionen beim Einkauf möglich geworden.

Kompensationslust gering
Dem Thema „Nachhaltigkeit“ soll innerhalb des Unternehmens auch künftig eine grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden. „So haben wir haben beispielsweise wieder Zugreisen in unser Sortiment aufgenommen“, sagte die Verantwortliche Nicole Pfammatter dazu. Zudem würden die Mitarbeitenden in den Reisebüros die Möglichkeit zur freiwilligen CO2-Kompensation bei Flugreisen aktiv bewerben.

Bei etwa einem Viertel der Buchungen im Reisebüro würden die Kunden einen Beitrag zugunsten der Stiftung „myclimate“ leisten. „Allerdings wird oft nicht der volle Betrag bezahlt, sondern eher eine kleinere Anzahlung gemacht“, sagte Pfammatter. Noch geringer sei die Kompensationslust über den Online-Kanal. Dort werde nur bei einer von Hundert Buchungen die zusätzliche Abgabe für das Klima entrichtet. (awp/mc/ps)

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