Idorsia senkt 2020 Ausgaben stärker als erwartet

Idorsia senkt 2020 Ausgaben stärker als erwartet
Idorsia Research Center Allschwil. (Foto: Idorsia)

Allschwil – Das Biotech-Unternehmen Idorsia hat 2020 einen geringeren Verlust als im Vorjahr verbucht. Auch die Ausgaben fielen deutlich geringer aus. Dabei hat das Unternehmen seine Pipeline-Projekte vorangetrieben. Für das laufende Jahr rechnet es aber wieder mit höheren Aufwendungen.

Im Gesamtjahr 2020 hat das Biotechunternehmen Einnahmen in Höhe von 72 Millionen Franken erzielt nach 24 Millionen im Vorjahr. Idorsia hat noch kein eigenes Mittel auf dem Markt. Die Einnahmen ergaben sich durch Kooperationsvereinbarungen mit Neurocrine Biosciences, Janssen Biotech, Roche, Mochida Pharmaceutical und Santhera Pharmaceuticals Ltd.

Die Betriebsausgaben nach US-GAAP bezifferte das Unternehmen auf 482 Millionen Franken nach 506 Millionen im Vorjahr. Nach Non-GAAP lagen die Ausgaben bei 444 Millionen. Damit fielen die Ausgaben deutlich geringer aus als vom Unternehmen und vom Markt veranschlagt. Die eigene Guidance war bei rund 500 Millionen (US GAAP) respektive 460 Millionen (Non-GAAP) gelegen.

Der Löwenanteil entfiel dabei auf die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Nach US-GAAP betrugen sie 381 Millionen nach 439 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Idorsia weist immer Zahlen nach US-GAAP und Non-GAAP aus. Das Unternehmen berechnet, berichtet und prognostiziert Geschäftsergebnisse auf der Grundlage der Non-GAAP-operativen Performance, weil es der Meinung ist, diese Messwerte bilden die tatsächliche Entwicklung besser ab.

Höhere Aufwendungen für 2021
Der operative Verlust sank im vergangenen Geschäftsjahr auf 411 Millionen nach 482 Millionen in 2019 zuvor. Unter dem Strich lag der Verlust nach US-GAAP bei 445 Millionen Franken (VJ 494 Mio) und bei 392 Millionen nach Non-GAAP. Der Anstieg des Nettoverlusts ist hauptsächlich auf höhere Betriebskosten zurückzuführen, wie es in der Mitteilung hiess. Sowohl der operative Verlust als auch der Nettoverlust lagen unter den Konsens-Erwartungen der Analysten.

Die liquiden Mittel per Ende Jahr beziffert Idorsia auf 1,2 Milliarden Franken, nachdem das Unternehmen Ende September noch über 816 Millionen verfügte.

Für 2021 geht Idorsia aktuell von Ausgaben in Höhe von rund 685 Millionen Franken nach US-GAAP aus. Auf Non-GAAP-Basis dürften sie bei 640 Millionen liegen. In beiden ist eine Erhöhung der Lagerbestände um 35 Millionen eingeschlossen. Idorsia wolle 2021 investieren, um den kommerziellen Erfolg von Daridorexant in den USA und Clazosentan in Japan sicherzustellen, heisst es weiter. Deren Markteinführung ist nach erfolgter Zulassung im Jahr 2022 geplant. (awp/mc/ps)

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